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Fenchel (verschiedene Varianten)

Fenchel Illustration

Deutsche Bezeichnung: Süßer Fenchel
Lateinischer Name: Foeniculi dulcis fructus
Botanischer Name: Foeniculum vulgare Miller subsp. vulgare var. dulce (Mill.) Batt. & Trab.
Verwendeter Pflanzenteil: frische oder getrocknete Früchte

Deutsche Bezeichnung: Bitterer Fenchel
Lateinischer Name: Foeniculi amari fructus
Botanischer Name: Foeniculum vulgare Miller subsp. vulgare var. vulgare
Verwendeter Pflanzenteil: frische oder getrocknete Früchte

Fenchel Illustration

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Fenchel zur Behandlung leichter, krampfartiger Magen-Darm-Beschwerden, einschließlich Völlegefühl und Blähungen

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee – Ab 12 Jahre: 1,5 g der frischen Fenchelfrüchte (bitterer oder süß) in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss (15 Minuten ziehen lassen); 3-mal täglich
    Zwischen 4 bis 12 Jahren: 1,0 g der frischen Fenchelfrüchte in 100 ml kochendem Wasser als Aufguss (15 Minuten ziehen lassen); 3-mal täglich

Darf nicht länger als 2 Wochen eingenommen werden. Bei Kinder zwischen 4 und 12 Jahren nur zur kurzfristigen Anwendung (weniger als 1 Woche) bei leichten vorübergehenden Symptomen. Wenn die Symptome während der Anwendung andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Die Anwendung bei Kindern zwischen 4 und 12 Jahren wird nicht empfohlen, wenn die tägliche Aufnahme von Estragol den Richtwert von 1,0 μg/kg Körpergewicht überschreitet, es sei denn, dies ist durch eine Risikobewertung auf der Grundlage angemessener Sicherheitsdaten gerechtfertigt.
Die Anwendung bei Kindern unter 4 Jahren wird ohne den Rat eines Kinderarztes nicht empfohlen.

Fenchel zur Behandlung leichter krampfartiger Regelbeschwerden

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee – Ab 12 Jahre: 1,5 g der frischen Fenchelfrüchte (bitterer oder süß) in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss (15 Minuten ziehen lassen); 3-mal täglich

Darf nicht länger als 2 Wochen eingenommen werden. Wenn die Symptome während der Anwendung andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Fenchel als Schleimlösender (auswurffördernd) bei Erkältungshusten

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee – Ab 12 Jahre: 1,5 g der frischen Fenchelfrüchte (bitterer oder süß) in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss (15 Minuten ziehen lassen); 3-mal täglich
    Zwischen 4 bis 12 Jahren: 1,0 g der frischen Früchte in 100 ml kochendem Wasser als Aufguss (15 Minuten ziehen lassen); 3-mal täglich

Darf nicht länger als 2 Wochen eingenommen werden. Bei Kinder zwischen 4 und 12 Jahren nur zur kurzfristigen Anwendung (weniger als 1 Woche) bei leichten vorübergehenden Symptomen. Wenn die Symptome während der Anwendung andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Die Anwendung bei Kindern zwischen 4 und 12 Jahren wird nicht empfohlen, wenn die tägliche Aufnahme von Estragol den Richtwert von 1,0 μg/kg Körpergewicht überschreitet, es sei denn, dies ist durch eine Risikobewertung auf der Grundlage angemessener Sicherheitsdaten gerechtfertigt.

Die Anwendung bei Kindern unter 4 Jahren wird ohne den Rat eines Kinderarztes nicht empfohlen.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Überempfindlichkeit gegen andere Pflanzen aus der Familie Apiaceae (Doldenblütler) wie Anis, Kümmel, Sellerie, Koriander und Dill
  • Überempfindlichkeit gegen Anethol
  • Überempfindlichkeit gegen Beifußpollen, aufgrund einer Kreuzreaktivität

Anwendung nicht empfohlen:

  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen. Es gibt Hinweise darauf, dass trans-Anethol in die menschliche Muttermilch ausgeschieden wird.

Bekannte Nebenwirkungen:

  • Allergische Reaktionen auf Fenchel, die die Haut oder die Atemwege betreffen. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Bei Tinkturen und Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Sicherheitsuntersuchungen

Ein wässriger Fenchelextrakt wurde in einem Ames-Test an den Salmonella-Typhimurium-Stämmen TA98 und TA100 getestet und erwies sich als negativ. Die Ergebnisse von Studien, die an Labortieren durchgeführt wurden, zeigten eine schwache mutagene Aktivität von Anethol.
Mehrere Studien haben die karzinogene Wirkung von Estragol und einigen seiner Metaboliten bei Mäusen (Lebertumore) nachgewiesen und zeigten suggestive, aber indirekte Hinweise auf Karzinogenität bei Ratten. Estragol gilt als genotoxisches Karzinogen bei Nagetieren.
Ein wässriger Extrakt aus Fenchelsamen, der täglich 24 weiblichen BALB/c-Mäusen vom 6. bis zum 15. Tag der Schwangerschaft verabreicht wurde, zeigte eine dosisabhängige teratogene Wirkung. Die embryotoxische Wirkung führte zu morphologischen Veränderungen, Skelettstörungen und zellulären Veränderungen. Die Relevanz der beobachteten Wirkungen ist durch die geringe Anzahl der getesteten Tiere begrenzt.

Die Menge an Estragol muss in pflanzlichen Zubereitungen zur oralen Anwendung angegeben werden.
Aufgrund der allgemein anerkannten Hinweise auf genotoxische Karzinogenität sollte die Exposition gegenüber Estragol so niedrig wie praktisch möglich gehalten werden.
Bei schwangeren und stillenden Frauen muss die tägliche Aufnahme von Estragol unter 0,05 mg/Person pro Tag liegen.
Bei Kindern unter 12 Jahren muss die tägliche Aufnahmemenge von Estragol unter 1,0 μg/kg Körpergewicht liegen.

Quellennachweis

European Union herbal monograph Foeniculum vulgare Miller subsp. vulgare var. vulgare, fructus über Foeniculum vulgare Miller subsp. vulgare var. dulce (Miller) Thellung., fructus und des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Kretisches Dostenkraut

Lateinischer Name: Origani dictamni herba
Botanischer Name: Origanum dictamnus L.
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Blüten

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) Zur Linderung von erkältungsbedingtem Husten

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1,5 – 7 g des zerkleinerten Krautes in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss (2 – 4 Minuten ziehen lassen), 3-mal täglich.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn Atemnot, hohes Fieber oder eitriger Auswurf auftritt, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

B) Gegen leichte Magen-Darm-Beschwerden wie z. B. Völlegefühl oder Verdauungsprobleme

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1,5 – 7 g des zerkleinerten Krautes in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss (2 – 4 Minuten ziehen lassen), 3-mal täglich.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

C) bei leichten Hautentzündungen und Prellungen

Bewertung: 3.5 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • Als Umschlag: 30 – 75 g des zerkleinerten Krautes in 1 l Wasser als Aufguss oder Abkochung; 2- bis 5-mal täglich in Form einer feuchten, getränkten Kompresse auf die betroffene Stelle auftragen.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Überempfindlichkeit gegen andere Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae)

Anwendung nicht empfohlen:

  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Origanum dictamnus L., herba des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Grindeliakraut

Lateinischer Name: Grindeliae herba
Botanischer Name: Grindelia robusta Nutt., Grindelia squarrosa (Pursh) Dunal, Grindelia humilis Hook. et Arn., Grindelia camporum Greene
Verwendeter Pflanzenteil: getrockneter oberirdischer Pflanzenteil

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Zur Linderung von Husten in Verbindung mit Erkältung

Bewertung: 3 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 2 – 3 g des zerkleinerten Krautes in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss; bis zu 3-mal täglich
  • Tinktur (Verhältnis 1:10; Ethanol 60% vol.): 0,5 – 1 ml, 3-mal täglich
  • weitere Anwendungsform: Flüssigextrakt

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn Atemnot, hohes Fieber oder eitriger Auswurf auftritt, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Überempfindlichkeit gegen andere Pflanzen aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae)

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Bei Tinkturen und Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Grindelia robusta Nutt., Grindelia squarrosa (Pursh) Dunal, Grindelia humilis Hook. et Arn., Grindelia camporum Greene, herba des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Isländisches Moos

Lateinischer Name: Lichen islandicus
Botanischer Name: Cetraria islandica (L.) Acharius s.l.
Verwendeter Pflanzenteil: getrockneter Flechtkörper (Thallus)

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) als Beruhigungsmittel (Demulans) zur Behandlung von Reizungen im Mund- und Rachenraum und damit verbundenem trockenem Husten

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1,5 g des zerkleinerten Flechtkörpers in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss oder als Mazerat; 3- bis 4-mal täglich – Mazerat sollte sofort nach der Zubereitung verwendet werden.
    Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.
  • Tinktur (Verhältnis 1:5; Ethanol 40% vol.): 1-1,5 ml; 3-mal täglich
    Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

An der Mundschleimhaut (Oromukosale Anwendung)

  • Als Dickextrakt
    Die Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren wird aufgrund der festen Darreichungsform nicht empfohlen.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn Atemnot, Fieber oder eitriger Auswurf auftritt, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

B) bei vorübergehender Appetitlosigkeit

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1-2 g des zerkleinerten Flechtkörpers in 150 ml Wasser als Aufguss oder Abkochung; 3-mal täglich
  • Tinktur (Verhältnis 1:5; Ethanol 40% vol.): 1-1,5 ml; 3-mal täglich

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff

Anwendung nicht empfohlen:

  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Interaktion mit anderen Medikamenten:

  • Die Absorption von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln kann verzögert sein. Als Vorsichtsmaßnahme sollten Isländisch Moos – Präparate nicht ½ bis 1 Stunde vor oder nach der Einnahme von anderen Arzneimitteln eingenommen werden.

Bei Tinkturen ist Alkohol (Ethanol) enthalten.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Cetraria islandica (L.) Acharius s.l., thallus des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Berufskraut

weitere Bezeichnungen: griechischer Bergtee, Gliedkraut
Lateinischer Name: Sideritis herba
Botanischer Name: Sideritis clandestina (Bory & Chaub.) Hayek; Sideritis raeseri Boiss. & Heldr.; Sideritis syriaca L.
Verwendeter Pflanzenteil: getrockneter oberirdischer Teil

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) Zur Linderung von erkältungsbedingtem Husten

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 2-4 g des zerkleinerten Krautes in 150-200 ml Wasser als Aufguss; 2- bis 3-mal täglich

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

B) zur Linderung von leichten Magen- und Darmbeschwerden

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 2-4 g des zerkleinerten Krautes in 150-200 ml Wasser als Aufguss; 2- bis 3-mal täglich

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Überempfindlichkeit gegen andere Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae)

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Vier Trockenextrakte von Sideritis scardica mit unterschiedlicher Polarität (Wasser, 20% und 50% V/V Ethanol und n-Heptan) wurden getestet (AMES-Test in den Salmonella typhimurium-Stämmen TA 98, TA 100, TA 1535, TA 1537 und TA 102 mit und ohne metabolische Aktivierung). Es wurden keine Anzeichen von Genotoxizität und Mutagenität festgestellt.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Sideritis scardica Griseb.; Sideritis clandestina (Bory & Chaub.) Hayek; Sideritis raeseri Boiss. & Heldr.; Sideritis syriaca L., herba des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Wegraukenkraut

Lateinischer Name: Sisymbrii officinalis herba
Botanischer Name: Sisymbrium officinale (L.) Scop.
Verwendeter Pflanzenteil: getrockneter oberirdisch wachsender Pflanzenteil

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Zur Linderung der Symptome von Rachenreizungen wie Heiserkeit und trockenem Husten

Bewertung: 4 von 5.

An der Mundschleimhaut (Oromukosale Anwendung)

  • Als Trockenextrakt (Tablette/Lutschtablette zum Auflösen im Mund ohne Kauen)

Die oromukosale Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren wird aufgrund der festen Darreichungsform und des Mangels an ausreichenden Daten nicht empfohlen.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Als Trockenextrakt

Die orale Anwendung bei Kindern unter 3 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und ärztlicher Rat eingeholt werden sollte.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn Atemnot, Fieber oder eitriger Auswurf auftritt, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern unter 12 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Sisymbrium officinale (L.) Scop., herba des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Andornkraut

Lateinischer Name: Marrubii herba
Botanischer Name: Marrubium vulgare L.
Verwendeter Pflanzenteil: getrockneter, oberirdisch wachsender Pflanzenteil

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) Als Schleimlöser bei erkältungsbedingtem Husten

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1-2 g des zerkleinerten Krautes in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss, 3-mal täglich
  • Pulverisiertes Kraut: 225-450 mg, 3-mal täglich
  • Frischpflanzenpresssaft (DEV 1:0,70-0,90): 10-20 ml, 3-mal täglich
  • weitere Anwendungsform: Flüssigextrakt

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

B) Zur Behandlung von leichten Verdauungsstörungen, wie z. B. Blähungen und Darmwind (Flatulenz)

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Siehe Anwendung A

Sollte 30 Minuten vor der Mahlzeit eingenommen werden.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

C) Bei vorübergehender Appetitlosigkeit

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Siehe Anwendung A

Sollte 30 Minuten vor der Mahlzeit eingenommen werden.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Patienten mit aktivem Magengeschwür, Gallensteinen und anderen Gallenbeschwerden sollten vor der Einnahme von Andorn-Präparaten einen Arzt konsultieren.

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Überempfindlichkeit andere Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae)
  • Vorerkrankungen wie Verschluss des Gallenganges, Gallengangsentzündung, Lebererkrankung, Darmverschluss

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern unter 12 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Bei Tinkturen und Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Marrubium vulgare L., herba des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Eukalyptus

Botanischer Name: Eucalyptus globulus Labill.; Eucalyptus polybractea R.T. Baker; Eucalyptus smithii R.T. Baker.

Deuterscher Name: Eucalyptusblätter
Lateinischer Name: Eucalypti folium
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Blätter älterer Zweige

Deuterscher Name: Eukalyptusöl
Lateinischer Name: Eucalypti aetheroleum
Verwendeter Pflanzenteil: Ätherisches Öl, durch Wasserdampfdestillation der frischen Blätter oder Endzweige

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) zur Linderung von Erkältungshusten

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1,5 – 3 g der zerkleinerten Blätter in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss, bis zu 4-mal täglich
  • Tinktur (Verhältnis 1:5; Ethanol 68-80% vol.): 2,5 g, bis zu 4-mal täglich
  • Ätherisches Öl: 100-200 mg, 2- bis 5-mal täglich

Die orale Anwendung von Kräutertee und ätherischen Ölen wird bei Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen. Tinkturen werden bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen, da auch hier keine ausreichenden Daten vorliegen.

Inhalation

  • Aufguss zum Inhalieren: 3 g des zerkleinerten Blätter in kochendem Wasser, bis zu 3-mal täglich.
    Empfohlen ab 12 Jahren.
  • Ätherisches Öl: Ab 12 Jahre bis zu 3-8 Tropfen auf 250 ml kochendes Wasser, 3-mal täglich
    4 bis 12 Jahre bis zu 2-4 Tropfen auf 250 ml kochendes Wasser, 3-mal täglich

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung) – ab 4 Jahre

  • Ätherisches Öl: einige Tropfen auf Brust oder Rücken, 2- bis 3-mal täglich
  • Halbfeste Darreichungsformen (z.B. als Salbe, Gel…): 10% Eukalyptusöl; 2- bis 3-mal täglich eine dünne Schicht auf Brust und Rücken auftragen.

Als Badezusatz (empfohlene Badetemperatur 35-38°C für 10-20 Minuten)

  • Ätherisches Öl: Ab 12 Jahre – 1,5-6 g /100 l Wasser, 3- bis 4-mal pro Woche
    4 bis 12 Jahren -0,5-3 g /100 l Wasser, 3- bis 4-mal pro Woche

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn Atemnot, Fieber oder eitriger Auswurf auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

B) zur Linderung von lokalen Muskelschmerzen

Bewertung: 3.5 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung) – ab 4 Jahre

  • Ätherisches Öl: einige Tropfen auf die betroffene Hautstelle, 2- bis 3-mal täglich
  • Halbfeste Darreichungsformen (z.B. als Salbe, Gel…): 10% Eukalyptusöl; 2- bis 3-mal täglich eine dünne Schicht auf der betroffenen Hautstelle auftragen.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern, sich verschlimmern oder wenn Rötungen oder Schwellungen an den schmerzenden Stellen auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Als Badezusatz (empfohlene Badetemperatur 35-38°C für 10-20 Minuten)

  • Ätherisches Öl: Ab 4 Jahre – 1,7-4 g /100 l Wasser, 3- bis 4-mal pro Woche

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn Rötungen oder Schwellungen an den schmerzenden Stellen auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Augenkontakt mit ungewaschenen Händen nach der Anwendung von Eukalyptusöl kann möglicherweise zu Reizungen führen. Eukalyptusöl sollte nicht auf verletzte oder gereizte Haut aufgetragen werden.

Eukalyptusöl sollte bei entzündlichen und Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und bekannten Magengeschwüren mit Vorsicht verwendet werden.

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Überempfindlichkeit gegen 1,8-Cineol
  • Kindern mit Krampfanfällen in der Vorgeschichte (fiebrig oder nicht)
  • Kindern unter 3 Jahren, da das Risiko besteht, dass 1,8-Cineol-haltige Zubereitungen, wie auch andere ätherische Öle, einen Kehlkopfkrampf (Laryngospasmus) auslösen können.
  • Heiße Vollbäder: werden bei großen Hautverletzungen und offenen Wunden, akuten Hauterkrankungen, hohem Fieber, schweren Infektionen, schweren Kreislaufstörungen und Herzversagen.

Anwendung nicht empfohlen:

  • Ätherischen Öls bei Kindern zwischen 2,5 und 4 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen.
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Anzeichen einer Überdosierung

  • Ätherischen Öls: Bei kutaner Anwendung kann versehentliche Überdosierung Hautreizungen verursachen.
  • Bei falscher Anwendung des Öls an der Mundschleimhaut (Oromukosale Anwendung) kann versehentliche Überdosierung Magen-Darm-Symptome, Erbrechen, Durchfall, Übelkeit, Bewusstseinsverlust, Atemstilltand (Apnoe), Atemprobleme, gesteigerte Atemfrequenz (Tachypnoe), Ataxie und andere ZNS-Probleme (Entzündliche Krankheiten des zentralen Nervensystems), erweiterte oder verengte Pupillen verursachen.

Bei Tinkturen kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Eucalyptus globulus Labill., folium und Eucalyptus globulus Labill., Eucalyptus polybractea R.T. Baker und/oder Eucalyptus smithii R.T. Baker, aetheroleum des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Süßholzwurzel

weitere Bezeichnung: Lakritzwurzel
Lateinischer Name: Liquiritiae radix
Botanischer Name: Glycyrrhiza glabra L.; Gycyrrhiza inflata Bat.; Glycyrrhiza uralensis Fisch.
Verwendeter Pflanzenteil: blühende Spitzen, getrocknet

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) Zur Linderung von Verdauungsbeschwerden einschließlich Sodbrennen und Dyspepsie

Bewertung: 4.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1,5 – 2 g der zerkleinerten Wurzel in 150 ml Wasser als Aufguss oder Abkochung; 2 bis 4-mal täglich
  • weitere Anwendungsformen: Dickextrakt, Trockenextrakt

Nicht länger als 4 Wochen anwenden. Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

B) Als schleimlösend bei erkältungsbedingtem Husten

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1,5 g der zerkleinerten Wurzel in 150 ml Wasser als Aufguss oder Abkochung; 2-mal täglich
  • weitere Anwendungsformen: Dickextrakt, Trockenextrakt

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn Atemnot, Fieber oder eitriger Auswurf auftritt, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern und Jugendliche unter 18 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • Bei Bluthochdruck, Nierenerkrankungen, Leber-, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Hypokaliämie, da sie empfindlicher auf die unerwünschten Wirkungen von Süßholz reagieren.

Interaktion mit anderen Medikamenten:

  • Süßholzwurzel kann der blutdrucksenkenden Wirkung von verschriebenen Medikamenten entgegenwirken. Die gleichzeitige Anwendung mit Diuretika, Herzglykosiden, Kortikosteroiden, stimulierenden Abführmitteln oder anderen Medikamenten, die das Elektrolytgleichgewicht verschlechtern können, wird nicht empfohlen.
  • Patienten, die Süßholzwurzelpräparate einnehmen, sollten keine anderen süßholzhaltigen Produkte einnehmen, da schwerwiegende unerwünschte Wirkungen wie Wassereinlagerungen, Hypokaliämie (zu niedriger Kaliumspiegel), Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen auftreten können.

Anzeichen einer Überdosierung:

  • Bei längerem Gebrauch (mehr als 4 Wochen) und/oder der Einnahme großer Mengen von Süßholz wurden Fälle von Überdosierung mit Symptomen wie Wassereinlagerungen, Hypokaliämie, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und hypertensiver Enzephalopathie (Gehrin schwillt an durch hohen Blutdruck) berichtet.

Bei Tinkturen und Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Eine Studie hat gezeigt, dass 18β-Glycyrrhetinsäure die Plazentaschranke überwindet und in Rattenföten nachgewiesen werden kann. Nach der Fütterung von Muttertieren mit 100 mg 18β-Glycyrrhetinsäure/kg/Tag, beginnend am 13. Trächtigkeitstag, lagen die mütterlichen 18β-Glycyrrhetinsäure-Konzentrationen im Plasma am 17., 19. und 21. Trächtigkeitstag bei etwa 100 μg/ml, während die fötalen Konzentrationen bei 5, 18 bzw. 32 μ/ml lagen.

In Studien zur Entwicklungstoxizität wies Glycyrrhizin (Ammoniumsalz) eine gewisse Embryotoxizität für den sich entwickelnden Rattenfötus auf, die fötalen Auswirkungen wurden jedoch als gering eingestuft. Diese Wirkungen wurden bei einer Dosis von 100 und 250 mg/kg Ammoniumglycyrrhizin vom 7. bis zum 20. Tag der Schwangerschaft (Weichteilanomalien, vor allem der Nieren, und äußere Blutungen) und bei einer Dosis von 1000 mg/kg 18β-Glycyrrhetinsäure ab dem 13. Tag der Trächtigkeit (signifikante Verringerung des Gehalts an Lamellenkörpern in der Lunge und verringerte Anzahl von alveolären Lamellenkörpern und Surfactant-Clustern, aber kein offensichtlicher Anstieg der Missbildungen oder der fötalen Sterberate) festgestellt.

Eine andere Studie deutet darauf hin, dass 100 mg/kg Süßholzextrakt über einen Zeitraum von 7 Tagen den Gewichtsverlust und die Missbildungen der Föten, die durch die intrauterine Exposition mit Cyclophosphamid hervorgerufen wurden, verschlimmern können.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Glycyrrhiza glabra L. und/odr Glycyrrhiza inflata Bat. und/odr Glycyrrhiza uralensis Fisch., radix des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Pelargoniumwurzel

Lateinischer Name: Pelargonii radix
Botanischer Name: Pelargonium sidoides DC; Pelargonium reniforme Curt.
Verwendeter Pflanzenteil: blühende Spitzen, getrocknet

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Für die symptomatische Behandlung von Erkältungen

Bewertung: 3 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Als Flüssigextrakt oder Trockenextrakt

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Im Zusammenhang mit der Verabreichung des Pelargoniumwurzel wurden Fälle von Lebertoxizität und Hepatitis gemeldet. Falls Anzeichen von Lebertoxizität auftreten, sollte die Anwendung sofort abgebrochen und ein Arzt konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern unter 6 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Nebenwirkungen:

  • Leichte Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Unwohlsein im Oberbauch, Übelkeit oder Erbrechen, Schluckstörungen), leichtes Nasen- und Zahnfleischbluten sowie allergische Reaktionen. Die Häufigkeit war sehr selten.
  • Hepatotoxizität. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Bei Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Pelargonium sidoides DC und/oder Pelargonium reniforme Curt., radix des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)