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Teebaumöl

Teebaum Illustration

Lateinischer Name: Melaleucae aetheroleum
Botanischer Name: Melaleuca alternifolia (Maiden and Betche) Cheel
Verwendeter Pflanzenteil: Ätherisches Öl, aus Wasserdampfdestillation der frischen Blätter und endständige Zweige

Teebaum Illastration

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Teebaumöl Zur Behandlung von kleinen oberflächlichen Wunden, Insektenstichen

Bewertung: 4 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • 0,03-0,07 ml unverdünntes ätherisches Teebaumöl, 1- bis 3-mal täglich mit einem Wattestäbchen auf der betroffene Stelle auftragen
  • Flüssige Zubereitungen: mit 0,5 % bis 10 % ätherischem Teebaumöl, 1- bis 3-mal täglich auf die betroffene Stelle auftragen

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn Fieber oder Anzeichen einer sich verschlimmernden Hautinfektion auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Teebaumöl zur Behandlung kleiner Geschwüre (Furunkel und leichte Akne)

Bewertung: 4 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • Ölige flüssige oder halbfeste Zubereitungen: die 10 % ätherisches Teebaumöl; 1- bis 3-mal täglich auf der betroffenen Stelle auftragen
  • Kompresse: 0,7-1 ml ätherisches Teebaumöl in 100 ml lauwarmem Wasser verrührt, als imprägnierte Kompresse auf die betroffenen Hautstellen auftragen
  • Unverdünntes ätherisches Teebaumöl, 2- bis 3-mal täglich mit einem Wattestäbchen auf das Geschwür auftragen

Nicht länger als 1 Monat anwenden. Wenn die Symptome während der Anwendung andauern, sich verschlimmern oder in Fällen von schwerer Akne, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Teebaumöl zur Linderung von Juckreiz und Reizungen bei leichtem Fußpilz

Bewertung: 4 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • Ölige flüssige oder halbfeste Zubereitungen: die 10 % ätherisches Teebaumöl enthalten; 1- bis 3-mal täglich auf der betroffenen Stelle auftragen
  • 0,17-0,33 ml ätherisches Teebaumöl in einer angemessenen Menge warmen Wassers, um die Füße zu bedecken. Die Füße 5-10 Minuten pro Tag einweichen
  • Unverdünntes ätherisches Teebaumöl, 2- bis 3-mal täglich mit einem Wattestäbchen auf der betroffene Stelle auftragen

Nicht länger als 1 Monat anwenden. Wenn die Symptome während der Anwendung andauern, sich verschlimmern oder zur Tilgung von Pilzinfektionen, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Teebaumöl zur Behandlung von leichten Entzündungen der Mundschleimhaut

Bewertung: 4 von 5.

An der Mundschleimhaut (Oromukosale Anwendung)

  • 0,17-0,33 ml ätherisches Teebaumöl in 100 ml Wasser einrühren, zum Spülen oder Gurgeln; mehrmals täglich

Nicht Schlucken!

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 5 Tage andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Bei Auftreten eines Ausschlags die Anwendung abbrechen. Nicht zur oralen Einnahme oder zum Einatmen verwenden. Nicht in den Augen oder in den Ohren verwenden.

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Überempfindlichkeit gegen Kolophonium

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern unter 12 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Bekannte Nebenwirkungen:

  • unerwünschte Hautreaktionen wie stechenden Schmerz, leichten Juckreiz, Brennen, Reizung, Stechen, Erytheme (Hautrötungen), Ödeme (Kontaktdermatitis) oder andere allergische Reaktionen. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
  • Verbrennungsähnliche Hautreaktionen. Die Häufigkeit ist selten (<1/1000).

Anzeichen einer Überdosierung:

  • Ein versehentliches Verschlucken kann zu einer Depression des zentralen Nervensystems und Muskelschwäche führen. Bei Erwachsenen klingen diese Symptome jedoch im Allgemeinen innerhalb von 36 Stunden ab. Bei Verschlucken sollte der Patient überwacht werden und bei Bedarf eine unterstützende Standardbehandlung erhalten.
  • Bei Kindern ist das Verschlucken von Teebaumöl ein medizinischer Notfall, der eine sofortige Behandlung im Krankenhaus und Unterstützung der Atmung erfordert.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Sicherheitsuntersuchungen:

Teebaumöl war im Chromosomenaberrationstest an menschlichen Lymphozyten in vitro nicht klastogen und im In-vivo-Mikronukleustest an der Maus (bis zu 1750 mg/kg) nicht genotoxisch. Die Daten des Ames-Tests sind unvollständig.

Zur Lagerung in luftdicht verschlossenen Behältern und vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Richtige Lagerung und Handhabung sind erforderlich, um die Bildung von Oxidationsprodukten zu vermeiden, die ein größeres Potenzial zur Sensibilisierung der Haut haben.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Melaleuca alternifolia (Maiden and Betch) Cheel, M. linariifolia Smith, M. dissitiflora F. Mueller und/oder andere species of Melaleuca, aetheroleum des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Mastix

Lateinischer Name: Mastic
Botanischer Name: Pistacia lentiscus L.
Verwendeter Pflanzenteil: Harz

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) Bei leichten dyspeptischen Beschwerden

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Pulverisiertes Mastrix: 0,5-1 g, 2-mal täglich

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

B) zur Behandlung von leichten Hautentzündungen und unterstützend bei der Heilung von kleinen Wunden

Bewertung: 4 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • Halbfeste Zubereitungen (z.B. Salbe oder Gel), die 9-11% pulverisiertes Mastrix enthalten; bis zu 3-mal täglich als dünne Schicht auf die betroffene Stelle auftragen

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn Anzeichen einer Hautinfektion beobachtet werden, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff

Anwendung nicht empfohlen:

  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Pistacia lentiscus L., resina (mastic) des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Asiatisches Wassernabelkraut

Lateinischer Name: Centellae asiaticae herba
Botanischer Name: Centella asiatica (L.) Urb.
Verwendeter Pflanzenteil: getrockneter oberirdischer Pflanzenteil

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Zur Unterstützung bei der Heilung kleinerer Wunden

Bewertung: 4 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • Kompresse: 0,6 g des zerkleinerten Krautes in einer kleinen Menge kochenden Wassers als Aufguss; warm als getränkte Kompresse 3-mal täglich auf die betroffene Stelle anwenden
  • Pulver: 0,6 g des pulverisierten Krautes, 3-mal täglich auf der betroffene Stelle aufgetragen

Sollte nicht länger als 1 Woche angewendet werden. Wenn die Symptome während der Anwendung andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Überempfindlichkeit gegen andere Pflanzen aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae)

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Centella asiatica (L.) Urb., herba des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Schafgarbe

Schafgarbe (Achillea millefolium) Illustration

Botanischer Name: Achillea millefolium L.

Deutsche Bezeichung: Schafgarbenblüten
Lateinischer Name: Millefolii flos
Verwendeter Pflanzenteil: getrockneter Blütenstand

Deutsche Bezeichung: Schafgarbenkraut
Lateinischer Name: Millefolii herba
Verwendeter Pflanzenteil: getrockneter oberirdischer Pflanzenteil

Schafgarbe (Achillea millefolium) Illustration

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Schafgarbe bei vorübergehender Appetitlosigkeit

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1,5-2 g ganze oder zerkleinerte Schafgarbenblüten in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss; 2-mal täglich,
  • Kräutertee: 1,5-4 g des zerkleinerten Schafgarbenkrautes in 150-250 ml kochendem Wasser als Aufguss; 3- bis 4-mal täglich
  • Schafgarbenkraut-Frischpflanzenpresssaft (DEV 1:0,65-0,93): 5-10 ml, 2- bis 3-mal täglich
  • Schafgarbenkraut-Tinktur (Verhältnis 1:5; Ethanol 45% vol.): 2-4 ml, 3-mal täglich
    bzw. (Verhältnis 1:5; Ethanol 31,5% vol.): 4,3 ml (= 4,2 g), 4-mal täglich
  • Weitere Anwendungsform: Schafgarbenkraut-Flüssigextrakt

30 Minuten vor der Mahlzeit trinken

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Schafgarbe zur Behandlung von leichten, krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden einschließlich Blähungen und Darmwind (Flatulenzen)

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1,5-2 g ganze oder zerkleinerte Schafgarbenblüten in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss; 2-mal täglich
  • Kräutertee: 1,5-4 g des zerkleinerten Schafgarbenkrautes in 150-250 ml kochendem Wasser als Aufguss; 3- bis 4-mal täglich zwischen den Mahlzeiten
  • Schafgarbenkraut-Frischpflanzenpresssaft (DEV 1:0,65-0,93): 5-10 ml, 2- bis 3-mal täglich
  • Schafgarbenkraut-Tinktur (Verhältnis 1:5; Ethanol 45% vol.): 2-4 ml, 3-mal täglich täglich
    bzw (Verhältnis 1:5; Ethanol 31,5% vol.): 4,3 ml (= 4,2 g), 4-mal täglich
  • Weitere Anwendungsform: Schafgarbenblüten-Flüssigextrakt, Schafgarbenkraut-Flüssigextrakt oder Schafgarbenkraut-Trockenextrakt

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Schafgarbe zur Behandlung von kleinen oberflächlichen Wunden

Bewertung: 3 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • 1,5 g Schafgarbenblüten in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss; 2- bis 3-mal täglich; als getränkte Kompresse auf der betroffenen Stelle anwenden
  • 3-4 g zerkleinertes Schafgarbenkraut in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss; 2- bis 3-mal täglich; als getränkte Kompresse auf der betroffenen Stelle anwenden

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Bei Anzeichen einer Hautinfektion sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Schafgarbe zur Behandlung von leichten Menstruationskrämpfen

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1-2 g ganze oder zerkleinerte Schafgarbenblüten in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss; 2- bis 3-mal täglich
  • Kräutertee: 1-2 g des zerkleinerten Schafgarbenkrautes in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss, 2- bis 3-mal täglich
  • Weitere Anwendungsform: Schafgarbenkraut-Trockenextrakt

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Überempfindlichkeit gegen andere Pflanzen der Familie der Korbblütler (Asteraceae)

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern unter 12 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Bei Tinkturen und Extrakten, kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Bekannte Nebenwirkungen:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Achillea millefolium L., flos und Achillea millefolium L., herba des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Sonnenhut (verschiedene Arten)

Sonnenhut (Echinacea) Illustration

Purpursonnenhut
Botanischer Name: Echinacea purpurea (L.) Moench

Deutsche Bezeichnung: Purpur-Sonnenhut-Kraut
Lateinischer Name: Echinaceae purpureae herba
Verwendeter Pflanzenteil: blühende, oberirdisch wachsende Teile der
Pflanze

Deutsche Bezeichnung: Purpursonnenhutwurzel
Lateinischer Name: Echinaceae purpureae radix
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Wurzel

Schmalblättriger-Sonnenhut
Botanischer Name: Echinacea angustifolia DC.

Deutsche Bezeichnung: Schmalblättriger-Sonnenhut-Wurzel
Lateinischer Name: Echinaceae angustifoliae radix
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Wurzel

Blasser-Sonnenhut
Botanischer Name: Echinacea pallida (Nutt.) Nutt.

Deutsche Bezeichnung: Blasser-Sonnenhut-Wurzel
Lateinischer Name: Echinaceae pallidae radix
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Wurzel

Sonnenhut Illustration

Gut belegte Anwendung

Sonnenhutkraut als pflanzliches Arzeimittel zur kurzzeitigen Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen

Bewertung: 4.5 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Frischpflanzenpresssaft aus Purpur-Sonnenhut-Kraut (DEV 1,5-2,5:1): Einzeldosis: 1,5-4,5 ml; Tagesdosis: 6-9 ml
  • Getrockneter Presssaft aus Purpur-Sonnenhut-Kraut: entsprechend den Dosierungen des Frischpflanzenpresssaftes

Zur Vorbeugung und Behandlung sollte das Arzneimittel nicht länger als 10 Tage angewendet werden. Die Anwendung ist bei den ersten Anzeichen einer Erkältung zu beginnen. Wenn die Symptome länger als 10 Tage andauern, sich verschlimmern oder hohes Fieber auftritt, sollte ein Arzt oder Apotheker aufgesucht werden.

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Sonnenhut zur Linderung von Erkältungssymptomen

Bewertung: 4.5 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee Schmalblättriger-Sonnenhut-Wurzel: 1 g der zerkleinerten Wurzel in 150 ml mit kochendem Wasser als Aufguss (Ziehzeit: mindestens 10 Minuten); 3-mal täglich
  • Kräutertee Schmalblättriger-Sonnenhut-Wurzel: 1 g der zerkleinerten Wurzel in 150 ml Wasser als Abkochung (Dauer der Abkochung: 10 Minuten), 3-mal täglich
  • Pulverisierte Schmalblättriger-Sonnenhut-Wurzel: 500 mg, bis zu 3-mal täglich
  • Tinktur aus Schmalblättriger-Sonnenhut-Wurzel (Verhältnisse 1:5; Extraktionslösungsmittel Ethanol 45% vol.): 1-2ml, 3-mal täglich
  • Tinktur aus Blasser-Sonnenhut-Wurzel (Verhältnisse 1:5; Extraktionslösungsmittel Ethanol 50% vol.): 25 Tropfen, 5-mal täglich
  • weitere Anwendungsformen: Trockenextrakt aus Purpursonnenhutwurzel oder aus Blasser-Sonnenhut-Wurzel (auch zur Anwendung an der Mundschleimhaut (Oromukosale Anwendung)); Flüssigextrakt aus Schmalblättriger-Sonnenhut-Wurzel

Die Anwendung sollte mit den ersten Zeichen einer Erkältung begonnen werden.
Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 10 Tage andauern, sich verschlimmern oder hohes Fieber auftritt, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Sonnenhut zur Behandlung kleiner, oberflächlicher Wunden

Bewertung: 4 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • Salbe: 10 bis 20 g Frischpflanzenpresssaft oder getrockneter Pressaft der Purpur-Sonnenhut-Kraut auf 100 g Salbe; 2-3 Mal täglich eine kleine Menge Salbe auf der betroffene Stelle aufgetragen

Nicht länger als 1 Woche zu verwenden. Wenn die Symptome während der Anwendung andauern, sich verschlimmern oder wenn Anzeichen einer Hautinfektion beobachtet werden, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Sonnenhut zur Linderung von Flecken und Pickeln bei leichter Akne

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Purpursonnenhutwurzel als Trockenextrakt

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Bei empfindlichen Personen besteht ein mögliches Risiko allergischer Reaktionen, daher sollten sie vor der Einnahme von Echinacea ihren Arzt konsultieren.
Bei Atopikern (anfällig für Allergien) besteht das Risiko anaphylaktischer Reaktionen oder schweren Überempfindlichkeitsreaktionen, daher sollten auch sie vor der Einnahme von Echinacea ihren Arzt konsultieren.

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Überempfindlichkeit gegen andere Pflanzen aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae)

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern unter 12 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen
    Echinacea-haltige Produkte sollten nicht auf die Brust von stillenden Frauen aufgetragen werden.
    Begrenzte Daten (mehrere hundert untersuchte Schwangerschaften) deuten darauf hin, dass Echinacea keine nachteiligen Auswirkungen auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Fötus/Neugeborenen hat.
  • Bei fortschreitenden systemischen Erkrankungen wie Tuberkulose, Erkrankungen des Systems der weißen Blutkörperchen, Kollagenosen, Multiple Sklerose, AIDS, HIV-Infektionen und anderen Immunkrankheiten, Autoimmunerkrankungen, Immundefekten und Immunsuppressionen.

Bei Tinkturen und Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Bekannte Nebenwirkungen:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Hautausschlag, Urtikaria, Juckreiz, Schwellungen im Gesicht. Fälle von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Stevens-Johnson-Syndrom, Angioödem der Haut der Haut, Quincke-Ödem, Bronchospasmus mit Obstruktion der Atemwege, Asthma und anaphylaktischer Schock wurden berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
  • Echinacea kann bei Atopikern allergische Reaktionen auslösen.
  • Ein Zusammenhang mit Autoimmunkrankheiten kann nicht ausgeschlossen werden.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Sicherheitsuntersuchungen:

Der Saft von Echinaceae purpureae herba zeigte keine Toxizität in Studien zur Toxizität bei einmaliger Verabreichung (Nagetiere), zur Toxizität bei wiederholter Verabreichung (4 Wochen, Nagetiere) und zur Genotoxizität in vitro und in vivo.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Echinacea purpurea (L.) Moench, herba , Echinacea purpurea (L.) Moench, radix , Echinacea angustifolia DC., radix und Echinacea pallida (Nutt.) Nutt., radix des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Schachtelhalmkraut

Schachtelhalm Illustration

Lateinischer Name: Equiseti herba
Botanischer Name: Equisetum arvense L.
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete oberirdisch wachsende Teile der Pflanze

Schachtelhalm Illustration

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Schachtelhalmkraut bei leichten Beschwerden der Harnwege als Durchspülungsmittel zum Urinfluss anzuregen

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1-4 g des zerkleinerten Schachtelhalmkrauts in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss oder als Abkochung (5-15 Minuten), 3-4 Mal täglich
  • Zerkleinertes oder pulverisiertes Schachtelhalmkraut: 500-570 mg, 3-mal täglich
  • Schachtelhalmkraut-Frischpflanzenpresssaft (Droge-Extrakt-Verhältnis [DEV]: 1:1,6-2,0): 10-20 ml, 3-mal täglich
  • weitere Anwendungsformen: Schachtelhalmkraut-Flüssigextrakte, Schachtelhalmkraut-Trockenextrakte

Traditionell für einen Zeitraum von 2 bis 4 Wochen angewandt
Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern, oder wenn Beschwerden oder Symptome wie Fieber, Blasenschwäche, Krämpfe oder Blut im Urin auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Bei anderen Präparaten als der Teezubereitungen ist auf eine angemessene Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Schachtelhalmkraut zur Behandlung von oberflächlichen Wunden

Bewertung: 3 von 5.

auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • 10 g des zerkleinerten Schachtelhalmkrauts in 1 l Wasser als Abkochung als getränkte Kompresse und Spülung; ein- bis mehrmals täglich
  • 40 ml Schachtelhalmkraut-Frischpflanzenpresssaft (DEV 1:1,6-2,0) in 500 ml Wasser als getränkte Kompresse und Spülung; ein- bis mehrmals täglich

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn Anzeichen einer Hautinfektion beobachtet werden, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Orale Anwendung bei Erkrankungen, bei denen eine reduzierte Flüssigkeitszufuhr empfohlen wird (z. B. schwere Herz- oder Nieren Erkrankungen)

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern unter 12 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen
    Produkte, die Schachtelhalmkraut enthalten, sollten nicht bei stillenden Frauen an der Brust angewendet werden.

Bei Tinkturen und Extrakten, kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Bekannte Nebenwirkungen:

  • Nach oraler Einnahme leichte Magen-Darm-Beschwerden. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
  • Nach oraler als auch bei der kutanen Anwendung allergische Reaktionen (z. B. Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht). Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Equisetum arvense L., herba des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)