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Birkenblätter

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  • Lateinischer Name: Betulae folium
  • Botanischer Name: Betula pendula Roth / Betula pubescens Ehrh.
  • Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Laubblätter, selten auch frische Laubblätter
  • Enthaltene Inhaltsstoffe: min. 1,5% Flavonoide (berechent als Hyperosid, der getrockneten Blätter); Saponine; Gerbstoffe; ätherisches Öl
  • Klassifizierung: Pflanzliche Diuretika (ATC-Code: C03XP)
    Pflanzliche Urologika (ATC-Code: G04BP)

Bezugsquelle: Birkenblätter in Arzneimittelqualität

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Mazerationsdekokt

Die Mazerationsdekokt ist eine Kombination der Abkochung und des Kaltauszugs, die in der Praxis nur selten angewandt wird. Sie findet vor allem bei kieselsäurehaltigen Drogen Anwendung, da durch dieses Extraktionsverfahren Kieselsäure gut in Lösung geht. Ebenfalls lösen sich die Wirkstoffe der getrockneten Hagebutten bei dieser Zubereitungsform am Besten.

Zuerst wird die Droge wie bei dem Kaltauszug (Mazerat) über mehrere Stunden in kaltes Wasser gelegt. Anschließend wird dies wie bei der Abkochung (Dekokt) 10–30 min lang gekocht und am Ende abgeseiht.

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Infus-Mazerat

Ein Infus-Mazerat ist eine Kombination aus einem Aufguss und einem Kaltauszug. Es wird bei harten Drogen eingesetzt, die ätherische Öle enthalten.

Wie beim klassischen Aufguss (Infus) wird die Droge mit 150-250ml heißem und siedendem Wasser übergossen. Anschließend wird der Aufguss zum Mazerieren abgedeckt stehen gelassen. Dieser Prozess gilt im Normalfall nach dem Erkalten als abgeschlossen und kann abgeseiht werden.

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Kaltauszug (Mazerat)

Ein Kaltauszug findet die größte Anwendung bei schleimhaltigen Drogen, da der Stärke- oder Pektingehalt durch andere Wasserextraktionen mit heißem Wasser wie z.B. den Aufguss, eine sehr dickflüssige bis kleisterartige Konsistenz auslösen würden. Auch könnte dadurch die Wirkung verringert werden, da Schleimstoffe bei Hitze abgebaut werden. Manchmal wird der Kaltauszug auch angewandt um zu vermeiden, dass sich unerwünschte Begleitstoffe der Droge bei der Extraktion lösen.

Bei einem Kaltauszug übergießt man die entsprechende Menge der jeweiligen Droge mit genügend kaltem Wasser, sodass alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt dies für mehrere Stunden bei Zimmertemperatur stehen und rührt gelegentlich um. Nach anschließendem Abseihen kann das Mazerat kalt getrunken werden. Um eine unbedenkliche Medizin zu erhalten, empfiehlt sich jedoch ein kurzes Aufkochen vor der Einnahme, da bei Wasserextraktionen unter 60°C höhere Bakterienzahlen nachweisbar waren. Diese können laut Dr. Heinz Schilcher durch das kurze Erhitzen vor der Einnahme, auf ein Zehntel gesenkt werden und eventuell existierende Enterobakterien werden dadurch abgetötet.

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Aufguss (Infus)

Der Aufguss ist eine der häufigsten Teezubereitungen mit einer langen Geschichte, die bis ins zweite Jahrtausend v.Chr. reicht. Sie wird für die Zubereitung einer Wasserextraktion der meisten Blatt-, Blüten- und Krautdrogen verwendet, kann aber auch für Rinden- und Wurzeldrogen, nach entsprechender Zerkleinerung infrage kommen.

Beim Aufguss wird die festgelegte Menge der Droge mit 150-250ml bzw. der entsprechend angegebenen Menge kochendem oder heißem Wasser übergossen und abgedeckt ziehen gelassen. Die optimale Temperatur als auch die Dauer der Extraktion sind von der jeweiligen Pflanze abhängig. Sollten keine genauen Angaben vorliegen, geht man von einer Zubereitungszeit von 5-15 Min aus. Nach dem Ziehenlassen des Aufgusses, wird dieser abgeseiht und in den meisten Fällen warm getrunken.