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Grünteeblätter

Lateinischer Name: Camelliae sinensis non fermentatum folium
Botanischer Name: Camellia sinensis (L.) Kuntze
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete, nicht fermentierte Blätter

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Zur Linderung von Abgeschlagenheit (Müdigkeit) und Schwäche

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1,8 – 2,2 g der ganzen oder zerkleinerten Blätter in 100 – 150 ml kochendem Wasser als Aufguss, 3 bis 5-mal täglich
  • Pulverisierte Blätter: 390 mg, 3-mal täglich (bei Bedarf bis zu 5-mal)

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen
  • Schilddrüsenüberfunktion vorliegen

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen. Koffein passiert die Plazenta und geht in die Muttermilch über.
  • Vor dem Schlafengehen, da es Schlafstörungen verursachen kann.

Interaktion mit anderen Medikamenten:

  • Koffeinhaltige Präparate verringern die Wirkung von beruhigenden Substanzen und verstärken die Nebenwirkungen die durch Sympathomimetika verursacht werden.

Anzeichen einer Überdosierung:

  • Eine Mengen, die mehr als 300 mg Koffein oder 5 Tassen Tee als Getränk entsprechen kann zu Unruhe, Zittern und erhöhter reflexartiger Erregbarkeit führen.
  • Die ersten Anzeichen einer Vergiftung sind Erbrechen und Bauchkrämpfe.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Camellia sinensis (L.) Kuntze, non fermentatum folium des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Odermennigkraut

Odermennige (Agrimonia eupatoria) Illustration

Lateinischer Name: Agrimoniae herba
Botanischer Name: Agrimonia eupatoria L.
Verwendeter Pflanzenteil: blühenden Spitzen, getrocknet

Odermennige (Agrimonia eupatoria) Illustration

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Odermennigkraut zur Linderung von leichtem Durchfall

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1,5-4 g des zerkleinerten Odermennigkraut in 250 ml (oder weniger) kochendem Wasser als Aufguss, 2-3 mal täglich
  • Odermennigkraut-Tinktur (Verhältnisse 1:5; EEthanol 45% vol.): 1-4 ml, 3 mal täglich
  • weitere Anwendungsform: Odermennigkraut-Flüssigextrakt

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 3 Tage andauern oder sich verschlimmern, sowie bei wiederholtem Durchfall oder blutigem Stuhlgang sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Odermennigkraut zur Linderung leichter Entzündungen des Mund- oder Rachenraums

Bewertung: 2.5 von 5.

An der Mundschleimhaut (Oromukosale Anwendung)

  • Gurgelmittel: 1,5 g des zerkleinerten Odermennigkraut in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss, 2-4 mal täglich als Gurgelmittel
  • Gurgelmittel: 3-4,5 g des zerkleinerten Odermennigkraut in 250 ml (oder weniger) Wasser als Abkochung, 2-3 mal täglich als Gurgelmittel
  • Odermennigkraut-Tinktur (Verhältnisse 1:5; Ethanol 45% vol.): 1-4 ml, 3 mal täglich als Gurgelmittel
  • weitere Anwendungsform: Odermennigkraut-Flüssigextrakt als Gurgelmittel

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Odermennigkraut zur Linderung leichter Hautentzündungen und kleiner oberflächlicher Wunden

Bewertung: 3 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • Als Kompresse: 3-10 g des zerkleinerten Odermennigkraut in 250 ml (oder weniger) Wasser als Abkochung;
    Als getränkte Kompresse auf der betroffenen Hautstellen auftragen
  • Als Badezusatz: 3-10 g des zerkleinerten Odermennigkraut in 250 ml (oder weniger) Wasser als Abkochung,
    zweimal täglich Verwendung als Badezusatz bis zu 30 Minuten

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff des Odermennigkraut

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern unter 12 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Bei Tinkturen und Extrakten, kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Agrimonia eupatoria L., herba des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Mazerationsdekokt

Die Mazerationsdekokt ist eine Kombination der Abkochung und des Kaltauszugs, die in der Praxis nur selten angewandt wird. Sie findet vor allem bei kieselsäurehaltigen Drogen Anwendung, da durch dieses Extraktionsverfahren Kieselsäure gut in Lösung geht. Ebenfalls lösen sich die Wirkstoffe der getrockneten Hagebutten bei dieser Zubereitungsform am Besten.

Zuerst wird die Droge wie bei dem Kaltauszug (Mazerat) über mehrere Stunden in kaltes Wasser gelegt. Anschließend wird dies wie bei der Abkochung (Dekokt) 10–30 min lang gekocht und am Ende abgeseiht.

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Infus-Mazerat

Ein Infus-Mazerat ist eine Kombination aus einem Aufguss und einem Kaltauszug. Es wird bei harten Drogen eingesetzt, die ätherische Öle enthalten.

Wie beim klassischen Aufguss (Infus) wird die Droge mit 150-250ml heißem und siedendem Wasser übergossen. Anschließend wird der Aufguss zum Mazerieren abgedeckt stehen gelassen. Dieser Prozess gilt im Normalfall nach dem Erkalten als abgeschlossen und kann abgeseiht werden.

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Aufguss (Infus)

Der Aufguss ist eine der häufigsten Teezubereitungen mit einer langen Geschichte, die bis ins zweite Jahrtausend v.Chr. reicht. Sie wird für die Zubereitung einer Wasserextraktion der meisten Blatt-, Blüten- und Krautdrogen verwendet, kann aber auch für Rinden- und Wurzeldrogen, nach entsprechender Zerkleinerung infrage kommen.

Beim Aufguss wird die festgelegte Menge der Droge mit 150-250ml bzw. der entsprechend angegebenen Menge kochendem oder heißem Wasser übergossen und abgedeckt ziehen gelassen. Die optimale Temperatur als auch die Dauer der Extraktion sind von der jeweiligen Pflanze abhängig. Sollten keine genauen Angaben vorliegen, geht man von einer Zubereitungszeit von 5-15 Min aus. Nach dem Ziehenlassen des Aufgusses, wird dieser abgeseiht und in den meisten Fällen warm getrunken.