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Sojalecethin und -öl

Botanischer Name: Glycine max (L.) Merr.

Deutscher Name: Sojalecithin
Lateinischer Name: Lecithinum ex soya
Verwendeter Pflanzenteil: Entölte Phospholipide aus der Sojabohne

Deutscher Name: raffiniertes Sojaöl
Lateinischer Name: Soiae oleum raffinatum
Verwendeter Pflanzenteil: Öl der Sojabohne

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Sojalecethin zur Linderung bei vorübergehender Müdigkeit und Schwächegefühl

Bewertung: 3 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

Sojalecethin: bei Jugendlichen – 750 mg, 2-mal täglich;
bei Erwachsene und Senioren – 750 – 2700 mg, 2-3 Mal täglich

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 WocheN andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Sojaöl zur Linderung von trockener Haut in Verbindung mit leicht wiederkehrenden Ekzemen (einem juckenden, roten Ausschlag)

Bewertung: 4 von 5.

Als Badezusatz (Flüssig-Präparate mit 70-90% Soja-Öl; Wassertemperatur darf 36 °C nicht überschreiten, Badezeit: maximal 20 Minuten; 2-3 Mal pro Woche)

  • Für Jugendliche, Erwachsene und Senioren:
    • Vollbad (ca. 100-150 l): 15-45 ml
    • Teilbad (ca. 25-50 l): 5-15 ml
    • Teilbad (ca. 5 l): 1-2,5 ml
    • Duschbad mit direkter Anwendung auf der Haut: 20 ml

Bei besonders trockener Haut kann die 2-3 fache Menge der oben angegebenen Mengen verwendet werden.

  • Säuglinge und Kinder:
    • Kinderbad (ca. 50 l): 20 ml
    • Kinderbad (ca. 25 l): 2,5-10 ml

Bei besonders trockener Haut kann das 2-3 fache der oben angegebenen Mengen verwendet werden.

Wenn die Symptome während der Anwendung andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Augenkontakt kann Hornhautentzündung (Keratitis) verursachen und sollte vermieden werden. Bei versehentlichem Augenkontakt sollte das Auge sofort mit kaltem Wasser ausgespült werden. Bleibt die Augenreizung bestehen, sollte ein Arzt oder anderes qualifiziertes medizinisches Fachpersonal konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.

Sollte nicht angewendet werden, wenn Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff, Soja, Erdnuss und andere Pflanzen aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) sowie Birkenpollen besteht.
Vollbäder sollten nicht angewendet werden bei offenen Wunden, großen Hautverletzungen, akuten Hauterkrankungen, hohem Fieber, schweren Infektionen, schweren Kreislaufstörungen und Herzschwäche.

Überdosierung von Sojaöl: Eine versehentliche orale Aufnahme (Schlucken) kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Im Falle von Erbrechen kann es zu einer Aspiration kommen, daher sollte kein Erbrechen ausgelöst werden. Beim Auftreten von Aspirationserscheinungen wie Husten, Keuchen, Fieber und Beschwerden in der Brust sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft aufgesucht werden.

Als Nebenwirkungen von Sojaöl wurde über Hautausschläge und Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
Weiterhin wurde bei der Anwendung von Sojalecethin über Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen, einschließlich schwerer Anaphylaxie und Angioödemen, berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt. Weiterhin wurde über Hautreaktionen wie Juckreiz, Dermatitis, Hautausschlag (Exantheme) und Nesselsucht (Urtikaria) berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt. Und über Magen-Darm-Beschwerden wie Magenverstimmungen und Durchfall wurde ebenfalls berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Glycine max (L.) Merr., lecithinum und Glycine max (L.) Merr., oleum raffinatum des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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