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Klettenwurzel

Lateinischer Name: Arctii radix
Botanischer Name: Arctium lappa L.
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Wurzel (Die Wurzel wird im Herbst des ersten Jahres oder im Frühjahr des zweiten Jahres gesammelt)

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) Bei leichten Harnwegsbeschwerden, zur Erhöhung der Urinmenge, um eine Durchspülung der Harnwege zu erreichen

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 2-6 g der zerkleinerte Wurzel als Aufguss, 3-mal täglich
  • Pulverisierte Wurzel 350 mg, 3- bis 5-mal täglich
  • Tinktur (Verhältnis 1:10, Ethanol 45% vol): 8-12 ml, 3-mal täglich
    bzw. (Verhältnis 1:5, Ethanol 25% vol): 8-12 ml, 3-mal täglich
  • Weitere Anwendungsformen: Flüssigextrakt, Dickextrakt

Für andere Zubereitungen als Kräutertee, ist während der Anwendung eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr erforderlich, um eine Erhöhung der Urinmenge zu gewährleisten.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern, sich verschlimmern oder wenn Beschwerden wie Fieber, schmerzhaftes Wasserlassen (Dysurie), Krämpfe oder Blut im Urin auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

B) Bei zeitweiliger Appetitlosigkeit

Bewertung: 3.5 von 5.
  • Siehe Anwendung A)

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

C) zur Behandlung von seborrhoischen Hauterkrankungen

Bewertung: 3.5 von 5.
  • Siehe Anwendung A)

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 4 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.

Bei Tinkturen und Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Sollte nicht angewendet werden, wenn Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff oder gegen andere Pflanzen aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) besteht.

Als Nebenwirkung wurde über einen anaphylaktischen Schock berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Arctium lappa L., radix des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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