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Kümmel

Botanischer Name: Carum carvi L.

Lateinischer Name: Carvi fructus
Verwendete Pflanzenteile: Früchte

Deutscher Name: Kümmelöl
Lateinischer Name: Carvi aetheroleum
Verwendete Pflanzenteile: Ätherisches Öl, Wasserdampfdestillation der getrockneten Früchte

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Linderung von Verdauungsstörungen wie Blähungen und Darmwind (Flatulenz)

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 0,5-2 g der Früchte oder der zerkleinerten Früchte in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss, 1-3 Mal täglich
  • Ätherisches Öl: Tagesdosis: 0,15-0,3 ml; aufgeteilt in 1-3 Dosen täglich

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Die Anwendung bei Patienten mit Lebererkrankungen, Cholangitis, Chlorhydrie, Gallensteinen und anderen Gallenbeschwerden wird nicht empfohlen.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung):

  • Ätherisches Öl: 2 %ige halbfeste Zubereitungen (z.B. als Salbe), die einmal täglich als dünne Schicht auf den Bauchbereich aufgetragen werden.
    Auch bei Säuglingen und Kindern möglich.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen. Die orale Anwendung des ätherischen Öls wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.

Sollte nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff, gegen andere Pflanzen aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) (wie Fenchel, Anis, Sellerie, Koriander und Dill), auf Beifuß oder auf Birke besteht.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Carum carvi L., fructus und Carum carvi L., aetheroleum des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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