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Sägepalmenfrüchte

Lateinischer Name: Sabalis serrulatae fructus
Botanischer Name: Serenoa repens (W.Bartram) Small (syn. Sabal serrulata (Michx.) Schult.f.)
Verwendeter Pflanzenteil: Früchte

Sägepalme Illustration

Gut belegte Anwendung

Sägepalmenfrüchte, als pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung der Beschwerden bei gutartiger Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie -“BPH”)

Bewertung: 4.5 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Sägepalmen-Dickextrakt (DEV 7-11:1; Extraktionslösungsmittel: Hexan): 320 mg, einmal täglich oder 160 mg, 2-mal täglich.

Eine Langzeitanwendung ist möglich.
Wenn die Symptome während der Anwendung des Arzneimittels fortbestehen, sich verschlimmern oder wenn Symptome wie Fieber, Krämpfe oder Blut im Urin, schmerzhaftes Wasserlassen oder Harnverhalt auftreten, sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.

Wirkungsweise

Die Wirkungsweise von Sägepalmenfrüchten ist nicht vollständig bekannt, man nimmt jedoch aufgrund von experimentellen Studien an, dass sie die Wirkung von männlichen Geschlechtshormonen (wie z. B. Testosteron) senken; diese spielen eine Rolle bei der Verursachung einer Vergrößerung der Prostata bei BPH; darüber hinaus können Sägepalmenfrüchte entzündungshemmend wirken.

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Sägepalmenfrüchte bei gutartiger Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie), zur Linderung der Symptome des unteren Harntrakts

Erst anwenden nachdem ernsthaften Erkrankungen von einem Arzt ausgeschlossen wurden

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Sägepalmen-Dickextrakt (DEV 7,5-14,3:1; Extraktionslösungsmittel: Ethanol 90% bis 96% m/m): 320 mg, einmal täglich

Eine Langzeitanwendung ist möglich.
Wenn die Symptome während der Anwendung des Arzneimittels fortbestehen, sich verschlimmern oder wenn Symptome wie Fieber, Krämpfe oder Blut im Urin, schmerzhaftes Wasserlassen oder Harnverhalt auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff

Anwendung nicht empfohlen:

  • Es gibt keine relevante Anwendung für Frauen, Kinder und Jugendliche. Ebenfalls ist die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit irrelevant.

Bei Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten (Interaktion):

  • Es wurden einige wenige Fälle von vermuteten Wechselwirkungen mit Warfarin berichtet. Erhöhte INR-Werte sind beschrieben worden.

Bekannte Nebenwirkungen:

Magen-Darm-Beschwerden

  • Häufig: Unterleibsschmerzen
  • Ungewöhnlich: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen (insbesondere bei Einnahme auf nüchternen Magen).

Störungen des Immunsystems

  • Allergische Reaktionen oder Überempfindlichkeitsreaktionen. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Störungen des Nervensystems

  • Häufig: Kopfschmerzen

Hepatobiliäre Störungen

  • Ungewöhnlich: Anstieg der Transaminasen oder Gamma-Glutamyltransferasen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

  • Ungewöhnlich: Hautausschlag

Endokrine Störungen

  • Ungewöhnlich: reversible Gynäkomastie

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder ein Apotheker konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Serenoa repens (W. Bartram) Small, fructus des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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