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Pfefferminzblätter: bei Gallen- & Magen-Darm-Krämpfen

6,00 €

Traditionell pflanzliches Arzneimittel in kontrollierter Arzneimittelqualität

Inhalt: 42 g

142,86 € / 1000 g

Nicht vorrätig

Beschreibung

Wofür können Pfefferminzblätter verwendet werden? (Anwendungsgebiete)

Pfefferminzblätter sind ein traditionell pflanzliches Magen-Darm-Mittel.

Es kann bei Magen-Darm-Krämpfen, sowie krampfartigen Beschwerden der Gallenblase und Gallenwege als Arzneitee getrunken werden.

Pfefferminzblätter werden im GKV-Arzneimittelindex unter Andere pflanzliche Mittel bei funktionellen gastrointestinalen Störungen geführt (ATC-Code: A03AP01).

Wie kann ich Pfefferminzblätter anwenden? (Dosierung & Dauer)

Zubereitung als Aufguss: 1 Esslöffel (ca. 1,5g) Pfefferminzblätter mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergießen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Anschließend den losen Tee durch ein Teesieb abseihen.
Wichtig: Der Aufguss wird mit kochendem Wasser zubereitet – eine Zubereitung mit warmem Wasser ist nicht ausreichend.

Den Aufguss 2 bis 4 Mal täglich trinken.

Was sollte ich vor der Anwendung von Pfefferminzblättern beachten (Gegenanzeigen, Vorsichtsmaßnahmen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen)?

Bei Beschwerden, die länger als 1 Woche andauern, periodisch wiederkehren oder sich während der Anwendung verschlimmern, wird die Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker empfohlen.

Bei Gallensteinen sollten Pfefferminzblätter nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Gegenanzeige (Kontraindikation):
Pfefferminzblätter dürfen nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit (Allergie) gegen Pfefferminzblätter oder Menthol besteht.
Patienten mit Sodbrennen sollten Pfefferminzblätter nicht einnehmen, da sich das Sodbrennen verstärken kann.

Bitte beachte die Vorsichtsmaßnahmen zum Mindestalter, ab dem Pfefferminzblätter angewendet werden können. (Siehe nächster Abschnitt)

Bekannte Nebenwirkungen: Vorhandenes Sodbrennen kann verstärkt werden. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Wechselwirkungen mit Pfefferminzblättern und anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.

Ab welchem Alter kann man Pfefferminzblätter anwenden?

Zur Anwendung von Pfefferminzblättern bei Kindern unter 4 Jahren liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Zubereitungen aus Pfefferminzblättern wird daher für diesen Personenkreis nicht empfohlen.

Kann man Pfefferminzblätter in der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden?

Zur Anwendung von Pfefferminzblättern in Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vor.
Aufgrund fehlender Erkenntnisse zur Sicherheit wird von der Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit ohne vorherigen ärztlichen Rat abgeraten.

Wie kann ich Nebenwirkungen melden?

Neben den bekannten Nebenwirkungen, können wie bei allen Arzneimitteln auch Pfefferminzblätter weitere Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn du Nebenwirkungen bemerkst, wende dich an einen Arzt oder Apotheker.

Indem du Nebenwirkungen meldest, kannst du dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden. Verdachtsfälle von Nebenwirkungen können auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte – BfArM, Abteilung Pharmakovigilanz in einem Online-Formular angezeigt werden.

Wie sollte ich Pfefferminzblätter aufbewahren? (Lagerung)

Das Arzneimittel sollte vor Licht, Feuchtigkeit und Hitze geschützt aufbewahrt werden.

Bitte beachte das Verfallsdatum auf der Verpackung. Nach dem mit „Verw. bis“ angegebenen Datum darf das Arzneimittel nicht mehr angewendet werden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Welche Bestandteile der Pfefferminze werden verwendet und wie wird die Qualität bestimmt?

Pfefferminzblätter (lateinischer Name: Menthae piperitae folium) sind die getrockneten Blätter der Pfefferminze (botanischer Name: Mentha × piperita L.) . Pfefferminze gehört zu den Lippenblütlern (Lamiaceae).

Sonstige Bestandteile außer Pfefferminzblätter sind nicht enthalten.

Die Wirkstoffmenge und die Qualität des Arzneimittels werden nach den Vorgaben des Europäischen Arzneibuchs (Ph. Eur.) kontrolliert und in unabhängigen Prüflaboren getestet.

Welche Inhaltsstoffe sind in Pfefferminzblätter enthalten?

Pfefferminzblätter enthalten:

Ätherisches Öl (0,5–4,0 %):
– Menthol (30–55 %): Der Hauptbestandteil, der für den charakteristischen, frischen Geruch sowie den typischen Kühleffekt verantwortlich ist.
– Menthon (14–32 %) & Menthylacetat (2,8–10 %): Wichtige Begleit-Monoterpene, die das Aromaprofil abrunden und zur krampflösenden sowie verdauungsfördernden Wirkung beitragen.
– Weitere Terpene: Unter anderem Isomenthone, 1,8-Cineol, Limonen, Pinen und Menthofuran.

Lamiaceen-Gerbstoffe:
– Rosmarinsäure: Hauptvertreter der Gerbstoffe/Phenolsäuren mit stark antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften.

Weitere pflanzliche Inhaltsstoffe:
– Flavonoide: Natürliche Schutzstoffe, welche die Magen-Darm-Funktion unterstützen und zusätzlich antioxidativ wirken.

Welche Wirkungsweise haben Zubereitungen aus Pfefferminzblättern?

Pfefferminzblättern werden vor allem krampflösende (spasmolytische), galleflussfördernde (choleretische) und schmerzlindernde Eigenschaften zugeschrieben – wobei das enthaltene Pfefferminzöl (insbesondere Menthol und Menthon) zusammen mit den Flavonoiden die glatte Muskulatur im Magen-Darm-Trakt direkt entspannen, die Bildung und Ausschüttung von Gallensäuren anregen und so funktionelle Verdauungsbeschwerden, Blähungen und leichte Krämpfe lindern kann.

Welche Belege gibt es für die Anwendung von Pfefferminzblättern? (Evidenz)

Die Anwendung von Pfefferminzblättern basiert auf der Einstufung als traditionell pflanzliches Arzneimittel. Das bedeutet, dass zwar keine ausreichenden Belege aus klinischen Studien vorliegen, die Wirksamkeit von Pfefferminzblätter-Zubereitungen jedoch plausibel ist und es Hinweise darauf gibt, dass sie seit mindestens 30 Jahren, davon mindestens 15 Jahre innerhalb der EU, auf diese Weise sicher angewendet werden. Zudem erfordert die vorgesehene Anwendung keine ärztliche Überwachung.

Laboruntersuchungen deuteten darauf hin, dass Pfefferminzextrakte eine entspannende Wirkung auf die Darmmuskulatur haben und krampflösend wirken, wodurch sie sowohl die Verdauung fördern als auch Schmerzen lindern können.

Wo finde ich weiterführende Literatur zu Pfefferminzblätter als Arzneipflanze?

Monographien zu Pfefferminzblätter:

– European Union herbal monograph on Mentha x piperita L., folium des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA/HMPC/572705/2014)
– Standardzulassungen, 20. Akt-Lfg 2022
– ESCOP Monographs on Menthae piperitae folium (Peppermint leaf), 2019 & 2003
– WHO monographs on selected medicinal plants, Volume 2, 2002, Folium Menthae Piperitae, pg. 199-205
– WHO monographs on medicinal plants commonly used in the Newly Independent States (NIS), 2010, Folium Menthae Piperitae, pg. 263-270
– Monographie ASK-Nr. 00250 der Kommission E (Phytotherapie) des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bundesanzeiger Nr. 223 vom 30.11.1985, Bereichtigung: Bundesanzeiger Nr. 164 vom 01.09.1990, Bereichtigung: Bundesanzeiger Nr. 50 vom 13.03.1990
– Kommentar zum Europäischen Arzneibuch (Pfefferminzblätter, Nr. 0406)

Weiterführende Literatur:

Wichtl: Teedrogen und Phytopharmaka
Schilcher: Leitfaden Phytotherapie
Van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen

Zusätzliche Informationen

Gewicht 47 g
Maße 5,5 × 3,5 × 15 cm
Arzneimittelindex

Pflanzliche Mittel bei funktionellen gastrointestinalen Störungen

Qualität
Inhalt

42g

Anwendungsbeschreibung

Teeaufguss, Innerlich zum Trinken

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