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Mariendistelfrüchte: für Gallen- & Leberfunktion

6,00 €

Traditionell pflanzliches Arzneimittel in kontrollierter Arzneimittelqualität

Inhalt: 50 g

120,00 € / 1000 g

Vorrätig

Beschreibung

Wofür können Mariendistelfrüchte verwendet werden? (Anwendungsgebiete)

Mariendistelfrüchte sind ein traditionell pflanzliches Magen-Darm-Mittel.

Es kann bei Verdauungsbeschwerden, besonders bei funktionellen Störungen des ableitenden Gallensystems als Arzneitee getrunken werden.

Mariendistelfrüchte werden im GKV-Arzneimittelindex unter Pflanzliche Mittel zur Lebertherapie geführt (ATC-Code: A05BP01).
Achtung: Lebererkrankungen erfordern grundsätzlich die Betreuung durch einen Arzt, weswegen Mariendistelfrüchte dafür nicht selbstständig angewendet werden sollen.

Wie kann ich Mariendistelfrüchte anwenden? (Dosierung & Dauer)

Zubereitung als Aufguss: 1 Teelöffel (ca. 3,5g) Mariendistelfrüchte mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergießen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Anschließend den losen Tee durch ein Teesieb abseihen.
Wichtig: Der Aufguss wird mit kochendem Wasser zubereitet – eine Zubereitung mit warmem Wasser ist nicht ausreichend.

Den Aufguss 3- bis 4-mal täglich trinken.

Was sollte ich vor der Anwendung von Mariendistelfrüchten beachten (Gegenanzeigen, Vorsichtsmaßnahmen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen)?

Bei akuten Beschwerden, die länger als 1 Woche andauern oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit einem Arzt empfohlen. Bei Gelbsucht oder bei ungewöhnlichen Verfärbungen von Urin oder Stuhl ist ein Arzt aufzusuchen.

Gegenanzeige (Kontraindikation):
Mariendistelfrüchte dürfen nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit (Allergie) gegen Mariendistelfrüchte oder gegen andere Korbblütler (Asteraceae) besteht.

Bitte beachte die Vorsichtsmaßnahmen zum Mindestalter, ab dem Mariendistelfrüchte angewendet werden können. (Siehe nächster Abschnitt)

Bekannte Nebenwirkungen: Leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Mundtrockenheit, Übelkeit, Magenverstimmung, Magenreizung und Durchfall, sowie Kopfschmerzen und allergische Reaktionen (Dermatitis, Urtikaria, Hautausschlag, Pruritus, Anaphylaxie, Asthma) wurden beobachtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Wechselwirkungen mit Mariendistelfrüchten und anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.

Ab welchem Alter kann man Mariendistelfrüchte anwenden?

Zur Anwendung von Mariendistelfrüchten bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Zubereitungen aus Mariendistelfrüchten sollen daher von diesem Personenkreis nicht angewendet werden.

Kann man Mariendistelfrüchte in der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden?

Zur Anwendung von Mariendistelfrüchten in Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vor. Aufgrund fehlender Erkenntnisse zur Sicherheit wird von der Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit abgeraten.

Wie kann ich Nebenwirkungen melden?

Neben den bekannten Nebenwirkungen, können wie bei allen Arzneimitteln auch Mariendistelfrüchte weitere Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn du Nebenwirkungen bemerkst, wende dich an einen Arzt oder Apotheker.

Indem du Nebenwirkungen meldest, kannst du dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden. Verdachtsfälle von Nebenwirkungen können auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte – BfArM, Abteilung Pharmakovigilanz in einem Online-Formular angezeigt werden.

Wie sollte ich Mariendistelfrüchte aufbewahren? (Lagerung)

Das Arzneimittel sollte vor Licht, Feuchtigkeit und Hitze geschützt aufbewahrt werden.

Bitte beachte das Verfallsdatum auf der Verpackung. Nach dem mit „Verw. bis“ angegebenen Datum darf das Arzneimittel nicht mehr angewendet werden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Welche Bestandteile der Mariendistel werden verwendet und wie wird die Qualität bestimmt?

Mariendistelfrüchte (lateinischer Name: Silybi mariani fructus) sind die getrockneten, vom Pappus befreiten, reifen Früchte der Mariendistel (botanischer Name: Silybum marianum (L.) Gaertn.; Syn. Carduus marianus L.) . Mariendistel gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae).

Sonstige Bestandteile außer Mariendistelfrüchte sind nicht enthalten.

Die Wirkstoffmenge und die Qualität des Arzneimittels werden nach den Vorgaben des Europäischen Arzneibuchs (Ph. Eur.) kontrolliert und in unabhängigen Prüflaboren getestet.

Welche Inhaltsstoffe sind in Mariendistelfrüchten enthalten?

Mariendistelfrüchte enthalten:

Flavolignane / Silymarin-Komplex (1,5–3,0 %):
– Silymarin: Das zentrale Wirkstoffgemisch, bestehend aus den Hauptisomeren Silybin und Isosilybin (Diastereomerengemisch), Silychristin sowie Silydianin. Es gilt als hauptverantwortlich für die leberschützende Wirkung.

Flavonoide & Flavonole:
– Taxifolin: Ein 2,3-Dihydroflavonol, das als strukturelle Vorstufe der Silymarin-Verbindungen gilt.

Weitere Bestandteile:
– Fettes Öl: Hoher Anteil an pflanzlichen Lipiden (hauptsächlich Linolsäure und Ölsäure).
– Pentazyklische Triterpene: Ergänzende pflanzliche Begleitstoffe

Welche Wirkungsweise haben Zubereitungen aus Mariendistelfrüchten?

Mariendistelfrüchten werden vor allem leberschützende (hepatoprotektive), stark antioxidative, entzündungshemmende sowie geweberegulierende und östrogenartige Eigenschaften zugeschrieben – wobei der Silymarin-Komplex (insbesondere Silybin) freie Radikale neutralisieren, die Zellmembranen vor toxischen Einflüssen schützen und die Regeneration der Leber anregen soll.

Welche Belege gibt es für die Anwendung von Mariendistelfrüchten? (Evidenz)

Die Anwendung von Mariendistelfrüchten basiert auf der Einstufung als traditionell pflanzliches Arzneimittel. Das bedeutet, dass zwar keine ausreichenden Belege aus klinischen Studien vorliegen, die Wirksamkeit von Mariendistelfrüchten-Zubereitungen jedoch plausibel ist und es Hinweise darauf gibt, dass sie seit mindestens 30 Jahren, davon mindestens 15 Jahre innerhalb der EU, auf diese Weise sicher angewendet werden. Zudem erfordert die vorgesehene Anwendung keine ärztliche Überwachung.

Obwohl klinische Studien zur klassischen Leberindikation positive Tendenzen zeigen, lassen methodische Schwächen (kleine Stichproben, unterschiedliche Dosierungen) bisher keine eindeutigen Schlüsse zu.
Neuere klinische Daten weisen Potenzial bei gynäkologischen Indikationen hin: In einer doppelblinden, randomisierten klinischen Studie an Frauen mit Endometriomen konnte gezeigt werden, dass die Einnahme eines Mariendistelfrüchte-Extrakts (Silymarin) die Größe von Endometriomszysten signifikant reduzierte und chronische Unterleibsschmerzen spürbar verringerte. (Quelle: Mirzaei et al., Sci Rep, 2022;12(1):17242, doi: 10.1038/s41598-022-22073-8)

Wo finde ich weiterführende Literatur zu Mariendistelfrüchten als Arzneipflanze?

Monographien zu Mariendistelfrüchten:

– European Union herbal monograph on Silybum marianum (L.) Gaertn., fructus des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA/HMPC/294187/2013)
– Standardzulassungen, 20. Akt-Lfg 2022
– ESCOP Monographs on Silbi Mariani Fructus (Milk Thistle Fruit), 2009
– WHO monographs on selected medicinal plants, Volume 2, 2002, Fructus Silybi Mariae, pg. 300-316
– Monographie ASK-Nr. 01220 der Kommission E (Phytotherapie) des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bundesanzeiger Nr. 50 vom 13.03.1986
– Kommentar zum Europäischen Arzneibuch (Mariendistelfrüchte, Nr. 1860)

Weiterführende Literatur:

Wichtl: Teedrogen und Phytopharmaka
Schilcher: Leitfaden Phytotherapie
Van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen

Zusätzliche Informationen

Gewicht 55 g
Maße 5,5 × 3,5 × 14 cm
Inhalt
Anwendungsbeschreibung

Teeaufguss, Innerlich zum Trinken

Arzneimittelindex

Pflanzliche Mittel zur Lebertherapie

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