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Cranberry

Cranberry Illustration

weitere deutsche Bezeichnung: Moosbeere
Lateinischer Name: Vaccinii macrocarpi fructus
Botanischer Name: Vaccinium macrocarpon Aiton
Verwendeter Pflanzenteil: Früchte (Beeren)

Cranberry Illustration

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Cranberry zur Linderung von leichten wiederkehrenden Infektionen der unteren Harnwege wie Brennen beim Wasserlassen und/oder häufiges Wasserlassen bei Frauen

Erst anwenden nachdem ernsthafte Erkrankungen durch einen Arzt ausgeschlossen wurden.

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Cranberry-Frischpflanzenpresssaft (DEV 1:0,6-0,9): 50 – 60 ml; 2- bis 4-mal täglich

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 4 Tage andauern, sich verschlimmern oder wenn Beschwerden wie Fieber, schmerzhaftes Wasserlassen (Dysurie), Krämpfe oder Blut im Urin auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Cranberry zur Vorbeugung von wiederkehrenden unkomplizierten Infektionen der unteren Harnwege bei Frauen

Erst anwenden nachdem ernsthafte Erkrankungen durch einen Arzt ausgeschlossen wurden.

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme)

  • Cranberry-Frischpflanzenpresssaft (DEV 1:0,6-0,9): 30 ml; 1-mal täglich

Die Anwendung hat keine zeitliche Einschränkung. Wenn während der Anwendung Symptome einer Harnwegsinfektion auftreten, wenn sich die Symptome verschlimmern oder wenn Beschwerden wie Fieber, schmerzhaftes Wasserlassen (Dysurie), Krämpfe oder Blut im Urin auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Cranberry-Konzentrat hat einen hohen Gehalt an Oxalat, und es kann bei Patienten mit Harnsteinen in der Anamnese ein erhöhtes Risiko der Steinbildung in den Harnwegen vorliegen.

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen Früchte der Cranberry (Vaccinium macrocarpon Ait.)
  • Nierenerkrankungen mit wiederkehrenden Harnwegsinfektionen, diese benötigen medizinische Überwachung.
  • Gleichzeitige Anwendung mit Tacrolimus und Warfarin (Interaktion)

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern und Jugendliche unter 18 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen und ärztlicher Rat gesucht werden sollte.
  • Bei Männern und schwangeren Frauen, da Symptome der unteren Harnwege in diesen Bevölkerungsgruppen ärztliche Überwachung erfordern.
  • In der Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (Interaktion):

  • Cranberry-Saft und andere Cranberry-Produkte können die Wirkung von Warfarin verstärken und sind daher bei gleichzeitiger Anwendung kontraindiziert.
  • Bei der gleichzeitigen Anwendung von Cranberrysaft und Tacrolimus bei einem nierentransplantierten Patienten wurde über erniedrigte Tacrolimus-Serumspiegel berichtet. Die gleichzeitige Anwendung von Cranberry-Zubereitungen und Tacrolimus ist kontraindiziert.

Bekannte Nebenwirkungen:

  • Gastrointestinale Störungen: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung und Dyspepsie. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
  • Störungen der Haut und des Unterhautgewebes: Urtikaria und Hautausschlag. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Vaccinium macrocarpon Aiton, fructus des Committee on Herbal Medicinal Products der European Medicines Agency (EMA/HMPC/49135/2017)

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Bärentraubenblätter

Bärentraubenblätter (Arctostaphylos uva-ursi) Illustration

Lateinischer Name: Uvae ursi folium
Botanischer Name: Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng.
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Blätter

Bärentraubenblätter (Arctostaphylos uva-ursi) Illustration

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Bärentraubenblätter zur Behandlung von leichten, wiederkehrenden Infektionen der unteren Harnwege, z.B. Brennen beim Wasserlassen und/oder häufiges Wasserlassen

Nur dann verwenden, wenn schwerwiegende Erkrankungen von einem Arzt ausgeschlossen wurden.

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken (Orale Einnahme); nur bei erwachsenen Frauen anzuwenden

  • Kräutertee: 1,5-4 g der zerkleinerten Bärentraubenblätter in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss oder in 150 ml Wasser als Mazerat; 2 bis 4 Mal täglich; Maximale Tagesdosis: 8 g
    Das Mazerat sollte sofort nach der Zubereitung verwendet werden.
  • Pulverisierte Bärentraubenblätter: 700 – 1050 mg; 2-mal täglich; Maximale Tagesdosis: 1,75 g
  • weitere Anwendungsformen: Bärentraubenblätter-Trockenextrakte, Bärentraubenblätter-Flüssigextrakt

Sollte nicht länger als 1 Woche angewendet werden.
Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 4 Tage andauern, sich verschlimmern oder wenn Beschwerden wie Fieber, Blasenschwäche (Dysurie), Krämpfe oder Blut im Urin auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Nicht anwenden bei (Kontraindikation):

  • Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff
  • Nierenerkrankungen

Anwendung nicht empfohlen:

  • Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Daten vorliegen
  • Die Anwendung bei Männern, da Bedenken bestehen, die eine ärztliche Überwachung erfordern.

Bei Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Bekannte Nebenwirkungen:

  • Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
  • Bärentraubenblätter können eine grünlich-braune Färbung des Urins verursachen.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng., folium des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)