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Tormentillwurzelstock

weitere Namen: Blutwurz
Lateinischer Name: Tormentillae rhizoma
Botanischer Name: Potentilla erecta (L.) Raeusch.
Verwendeter Pflanzenteil: getrockneter unterirdischer Stamm

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) Zur Behandlung von leichtem Durchfall

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1,4-4 g des zerkleinerten Wurzelstocks als Aufguss, mehrmals täglich; maximale Tagesdosis von 12 g
    oder 1,4-3 g des zerkleinerten Wurzelstocks als Abkochung; mehrmals täglich; Tageshöchstdosis von 6 g.
  • Tinktur ( Verhältnis 1:5, Ethanol 70%): 1-2 ml in Wasser, 3-mal täglich.
    oder (Verhältnis 1:5, Ethanol 45%): 2-4 ml, 3-mal täglich
  • Weitere Anwendungsformen: Flüssigextrakt, Trockenextrakt

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 3 Tage andauern, sich verschlimmern oder wenn wiederkehrender Durchfall oder blutiger Stuhlgang auftritt, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Die innere Aufnahme von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln kann verzögert sein. Aus diesem Grund sollte die Anwendung mindestens 1 Stunde vor oder nach der Einnahme anderer Arzneimittel erfolgen.

B) Bei leichten Entzündungen der Mundschleimhaut

Bewertung: 4 von 5.

An der Mundschleimhaut (Oromukosale Anwendung)
Mehrmals täglich den Mund ausspülen:

  • Als Aufguss: 1,3-2g pro 100 ml Wasser.
  • Als Abkochung: 0,8-3 g pro 100 ml Wasser.
  • Tinktur (Verhältnis 1:5, Ethanol 70%): 1-5 ml auf 150 ml Wasser.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.

Bei Tinkturen und Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Sollte nicht angewendet werden, wenn Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff besteht.

Als Nebenwirkung wurde bei der oralen Einnahme davon berichtet, dass leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen auftreten können. Die Häufigkeit ist nicht bekannt

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Potentilla erecta (L.) Raeusch., rhizoma des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Eichenrinde

Lateinischer Name: Quercus cortex
Botanischer Name: Quercus robur L.; Quercus petraea (Matt.) Liebl.; Quercus pubescens Willd.
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Rinde

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) Behandlung von leichter Durchfallerkrankung

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 3 g der zerkleinerten Rinde in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss, 3-mal täglich
  • Pulverisierte Rinde (als Kapsel oder Tablette): 1g, 3-mal täglich
  • weitere Anwendungsform: Trockenextrakt

Die innere Absorption von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln kann verzögert werden. Aus diesem Grund sollte das Präparat nur 1 Stunde oder mehr vor oder nach der Einnahme anderer Arzneimittel eingenommen werden.

Sollte nicht länger als 3 Tage angewandt werden. Wenn die Symptome während der Anwendung andauern, sich verschlimmern oder wenn wiederholter Durchfall oder blutiger Stuhlgang auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

B) zur Behandlung von leichten Entzündungen der Mundschleimhaut oder der Haut

Bewertung: 3.5 von 5.

An der Mundschleimhaut (Oromukosale Anwendung)

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • Abkochung für Bäder: 5 g der zerkleinerte Rinde auf 1 Liter Wasser, die dem Bad zugegeben wird
    Badedauer 20 Minuten; Voll- oder Teilbäder täglich; Lokale Spülungen oder Kompressen mehrfach täglich

Heiße Bäder sollten nicht bei fiebrigen oder infektiösen Erkrankungen, bei Herzinsuffizienz und Bluthochdruck angewendet werden.

Sollte nicht länger als 1 Woche angewandt werden. Wenn die Symptome während der Anwendung andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

C) Linderung von Juckreiz und Brennen im Zusammenhang mit Hämorrhoiden

Nur anwenden, nachdem ernsthafte Erkrankungen von einem Arzt ausgeschlossen worden sind.

Bewertung: 3.5 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung); Am Anus und Rektum anwenden (anorektale Anwendung)

  • Abkochung für Bäder: 5 g der zerkleinerte Rinde auf 1 Liter Wasser, die dem Bad zugegeben wird
    Badedauer 20 Minuten; Voll- oder Teilbäder täglich; Lokale Spülungen oder Kompressen mehrfach täglich

Heiße Bäder sollten nicht bei fiebrigen oder infektiösen Erkrankungen, bei Herzinsuffizienz und Bluthochdruck angewendet werden.

Sollte nicht länger als 1 Woche angewandt werden. Wenn die Symptome während der Anwendung andauern, sich verschlimmern oder wenn rektale Blutungen auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.

Bei Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Sollte nicht angewendet werden, wenn Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff besteht.
Bei offenen Wunden, großen Haut- und Schleimhautverletzungen und Infektionen der Haut und Schleimhäute sollten keine Bäder angewandt werden.

Als Nebenwirkung wurde über allergische Reaktionen berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Quercus robur L., Quercus petraea.(Matt.) Liebl., Quercus pubescens Willd., cortex des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Myrrhe

Lateinischer Name: Gummiresina Myrrha
Botanischer Name: Commiphora molmol Engler
Verwendeter Pflanzenteil: Gummiharz

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) Zur Behandlung von kleinen Geschwüren (Wunden) und Entzündungen im Mund wie Mundentzündung (Stomatitis) und Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

Bewertung: 4 von 5.

An der Mundschleimhaut (Oromukosale Anwendung)

  • Tinktur (Verhältnis 1:5; Ethanol 90% vol.): 0,5-5 ml in 150 ml Wasser zum Spülen oder Gurgeln; 3-mal täglich
  • Unverdünnte Tinktur auf die betroffenen Stellen mit einem Wattestäbchen auftragen, 2-3 Mal täglich

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

B) Zur Behandlung kleinerer Wunden und kleiner Eiterbeulen (Furunkel)

Bewertung: 3.5 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • Die Wunde oder der Furunkel wird 2-3 Mal täglich mit vorzugsweise unverdünnter oder verdünnter Tinktur in Wasser betupft.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn Fieber oder Anzeichen einer sich verschlimmernden Hautinfektion beobachtet werden, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.
Kleine Geschwüre (Furunkel) im Gesicht sollten von einem Arzt behandelt werden.
Augenkontakt mit Myrrhentinktur sollte vermieden werden.

Vorsichtshinweis

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.

Sollte nicht angewendet werden, wenn Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff besteht.

Als Nebenwirkung wurde über allergische Hautreaktionen berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
Die Tinktur enthält Alkohol, der beim Auftragen auf die Schleimhäute oder die Haut vorübergehende Schmerzen und Reizungen verursachen kann.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Commiphora molmol Engler, gummi-resina des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Sojalecethin und -öl

Botanischer Name: Glycine max (L.) Merr.

Deutscher Name: Sojalecithin
Lateinischer Name: Lecithinum ex soya
Verwendeter Pflanzenteil: Entölte Phospholipide aus der Sojabohne

Deutscher Name: raffiniertes Sojaöl
Lateinischer Name: Soiae oleum raffinatum
Verwendeter Pflanzenteil: Öl der Sojabohne

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Sojalecethin zur Linderung bei vorübergehender Müdigkeit und Schwächegefühl

Bewertung: 3 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

Sojalecethin: bei Jugendlichen – 750 mg, 2-mal täglich;
bei Erwachsene und Senioren – 750 – 2700 mg, 2-3 Mal täglich

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 WocheN andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Sojaöl zur Linderung von trockener Haut in Verbindung mit leicht wiederkehrenden Ekzemen (einem juckenden, roten Ausschlag)

Bewertung: 4 von 5.

Als Badezusatz (Flüssig-Präparate mit 70-90% Soja-Öl; Wassertemperatur darf 36 °C nicht überschreiten, Badezeit: maximal 20 Minuten; 2-3 Mal pro Woche)

  • Für Jugendliche, Erwachsene und Senioren:
    • Vollbad (ca. 100-150 l): 15-45 ml
    • Teilbad (ca. 25-50 l): 5-15 ml
    • Teilbad (ca. 5 l): 1-2,5 ml
    • Duschbad mit direkter Anwendung auf der Haut: 20 ml

Bei besonders trockener Haut kann die 2-3 fache Menge der oben angegebenen Mengen verwendet werden.

  • Säuglinge und Kinder:
    • Kinderbad (ca. 50 l): 20 ml
    • Kinderbad (ca. 25 l): 2,5-10 ml

Bei besonders trockener Haut kann das 2-3 fache der oben angegebenen Mengen verwendet werden.

Wenn die Symptome während der Anwendung andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Augenkontakt kann Hornhautentzündung (Keratitis) verursachen und sollte vermieden werden. Bei versehentlichem Augenkontakt sollte das Auge sofort mit kaltem Wasser ausgespült werden. Bleibt die Augenreizung bestehen, sollte ein Arzt oder anderes qualifiziertes medizinisches Fachpersonal konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.

Sollte nicht angewendet werden, wenn Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff, Soja, Erdnuss und andere Pflanzen aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) sowie Birkenpollen besteht.
Vollbäder sollten nicht angewendet werden bei offenen Wunden, großen Hautverletzungen, akuten Hauterkrankungen, hohem Fieber, schweren Infektionen, schweren Kreislaufstörungen und Herzschwäche.

Überdosierung von Sojaöl: Eine versehentliche orale Aufnahme (Schlucken) kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Im Falle von Erbrechen kann es zu einer Aspiration kommen, daher sollte kein Erbrechen ausgelöst werden. Beim Auftreten von Aspirationserscheinungen wie Husten, Keuchen, Fieber und Beschwerden in der Brust sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft aufgesucht werden.

Als Nebenwirkungen von Sojaöl wurde über Hautausschläge und Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
Weiterhin wurde bei der Anwendung von Sojalecethin über Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen, einschließlich schwerer Anaphylaxie und Angioödemen, berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt. Weiterhin wurde über Hautreaktionen wie Juckreiz, Dermatitis, Hautausschlag (Exantheme) und Nesselsucht (Urtikaria) berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt. Und über Magen-Darm-Beschwerden wie Magenverstimmungen und Durchfall wurde ebenfalls berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Glycine max (L.) Merr., lecithinum und Glycine max (L.) Merr., oleum raffinatum des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Hamamelis

Botanischer Name: Hamamelis virginiana L.

Deutscher Name: Hamamelisblätter
Lateinischer Name: Hamamelidis folium
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Blätter

Deutscher Name: Hamamelisrinde
Lateinischer Name: Hamamelidis cortex
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Rinde

Deutscher Name: Hamamelis-Destillat
Lateinischer Name: Hamamelidis folium et cortex aut ramunculus destillatum
Verwendeter Pflanzenteil: Destillat aus den Blättern und der Rinde oder der Zweige

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) Zur Linderung leichter Hautentzündungen und Trockenheit der Haut

Bewertung: 3.5 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • Tinktur aus frischen Hamamelisblättern oder Hamamelisrinde (Verhältnis 1:10, Extraktionslösungsmittel Ethanol 45% vol.) bzw. Destillat aus frischen Blättern und Rinde (Verhältnis: 1:1.12-2.08; ethanol 6% m/m): 5-10% in halbfesten und flüssigen Zubereitungen (z.B. in Salbe oder Öl), mehrmals täglich.
  • Weitere Anwendungsformen: Flüssigextrakte aus Hamamelisblättern (bis zu 20% in halbfesten Zubereitungen), Trockenextrakt aus Hamamelisrinde (1,3% in Salbe)

Die Anwendung von Präparaten aus Hamamelisblättern und als Destillat wird bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.
Die Anwendung von Präparaten aus Hamamelisrinde wird bei Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

B) Zur symptomatischen Linderung von Juckreiz und Brennen im Zusammenhang mit Hämorrhoiden

Bewertung: 3.5 von 5.

Am Anus und Rektum anwenden (anorektale Anwendung)

  • Zerkleinerte Blätter oder zerkleinerte Rinde als Abkochung: 5-10 g/250 ml, bis zu 3-mal täglich als getränkte Kompresse
  • Tinktur aus frischen Hammelisblättern oder Hammelisrinde (Verhältnis 1:10, Extraktionslösungsmittel Ethanol 45% vol.) oder : 5-10% in halbfesten und flüssigen Zubereitungen (z.B. in Salbe oder Öl), mehrmals täglich.
  • Weitere Anwendungsformen: Flüssigextrakte aus Hamamelisblättern (bis zu 20% in halbfesten Zubereitungen); Trockenextrakt aus Hamamelisrinde (1,3% in Salbe)

Zur rektalen Anwendung

  • Als Zäpfchen mit Flüssigextrakt aus Hamamelisblättern oder mit Trockenextrakt aus Hamamelisrinde

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern, sich verschlimmern oder wenn rektale Blutungen auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

C) Als Mundwasser und Gurgelwasser zur Linderung kleiner Entzündungen der Schleimhäute in der Mundhöhle

Bewertung: 4 von 5.

An der Mundschleimhaut (Oromukosale Anwendung)

  • Zerkleinerte Blätter oder zerkleinerte Rinde als Abkochung, zum Gurgeln: 2-3 g; bis zu 3-mal täglich.
  • Tinktur aus frischen Blättern oder Rinde (Verhältnisse 1:10; Extraktionslösungsmittel Ethanol 45% vol.): 1:3 mit Wasser verdünnt, davon 2-4 ml, 3-mal täglich zum Gurgeln.

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

D) Zur vorübergehenden Linderung von Augenbeschwerden aufgrund von Augentrockenheit oder Wind- und Sonneneinwirkung

Bewertung: 3.5 von 5.

Am Auge Anwenden (Okulare Anwendung)

  • Augentropfen aus Destillaten der trockenen Zweige (Verhältnis: 1:2; ethanol 14-15%): verdünnt (1:10), 2 Tropfen/jedes Auge, 3-6 Mal täglich

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Anwendung für 4 Tage empfohlen. Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Tage andauern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.
Brechen Sie die Einnahme ab und suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie Augenschmerzen, Sehstörungen, anhaltende Rötungen oder Reizungen des Auges verspüren oder wenn sich der Zustand verschlimmert oder länger als 48 Stunden anhält.

Vorsichtshinweis

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.

Bei Tinkturen, Destillaten und Extrakten, kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Sollte nicht angewendet werden, wenn Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff besteht.

Als Nebenwirkung wurde über allergische Kontaktdermatitis berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
Bei der Anwendung als Augentropfen wurden Fälle von Bindehautentzündung gemeldet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Hamamelis virginiana L., folium ; Hamamelis virginiana L., cortex und Hamamelis virginiana L., folium cortex aut ramunculus destillatum des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Steinkleekraut

Lateinischer Name: Meliloti herba
Botanischer Name: Melilotus officinalis (L.) Lam.
Verwendeter Pflanzenteil: zur Blütezeit geerntetes, getrocknetes Kraut

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) zur Linderung von Unbehagen und Schweregefühl in den Beinen im Zusammenhang mit leichten venösen Durchblutungsstörungen

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1,0-1,2 g des zerkleinerte Krautes in kochendem Wasser als Aufguss; 2-mal täglich
  • Pulverisiertes Kraut: 250 mg 3-mal täglich

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern, sich verschlimmern oder wenn die Symptome einer akuten Thrombose oder Verhärtung unter der Haut, plötzliche Schwellung eines oder beider Beine, Herz- oder Niereninsuffizienz auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

B) für die Behandlung von leichten Entzündungen der Haut

Bewertung: 3 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • Flüssigextrakt als Pflaster, auf die betroffene Hautstelle

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn sich die Symptome der Hautentzündung verschlimmern oder Anzeichen von Hautinfektionen auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.

Bei Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Sollte nicht angewendet werden, wenn Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff besteht.

Bei der oralen Einnahme wurde als Nebenwirkung über Magen-Darm-Beschwerden berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
Bei der kutanen Anwendung wurde über allergische Reaktionen berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Melilotus officinalis (L.) Lam., herba des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Salbeiblätter

Lateinischer Name: Salviae officinalis folium
Botanischer Name: Salvia officinalis L..
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Blätter

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) zur Linderung von leichten Oberbauch (dyspeptischen) Beschwerden wie Sodbrennen und Blähungen

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1-2 g der zerkleinerten Blätter in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss; 3-mal täglich
  • Tinktur (Verhältnisse 1:10; Extraktionslösungsmittel Ethanol 70% vol.): 2-3 ml 3-mal täglich
  • weitere Anwendungsformen: Trockenextrakt, Flüssigextrakte

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

B) zur Linderung von übermäßigem Schwitzen

Bewertung: 4.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 2 g der zerkleinerten Blätter in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss.
  • weitere Anwendungsformen: Trockenextrakt, Flüssigextrakte

Eine Langzeitanwendung ist möglich. Wenn sich die Symptome nicht innerhalb von 6 Wochen nach der Anwendung bessern oder die Symptome sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

C) zur Linderung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum

Bewertung: 4 von 5.

An der Mundschleimhaut (Oromukosale Anwendung)

  • 2,5 g zerkleinerte Blätter in 100 ml kochendem Wasser als Aufguss; 3-mal täglich warm zum Gurgeln
  • Tinktur (Verhältnisse 1:10; Extraktionslösungsmittel Ethanol 70% vol.): 5-10 ml in einem Glas Wasser zum Spülen oder Gurgeln; mehrmals täglich. Die unverdünnte Tinktur wird einmal täglich lokal auf die betroffenen Stellen aufgetragen.
  • weitere Anwendungsformen: Flüssigextrakte

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

D) zur Linderung von leichten Hautentzündungen

Bewertung: 3.5 von 5.

Auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • 2,5 g der zerkleinerten Blätter in 100 ml Wasser als Aufguss auf die betroffene Hautstelle auftragen (ggf. nach leichtem Abkühlen); 2-4 Mal täglich

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 2 Wochen andauern oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Die Anwendung bei Kindern unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.

Bei Tinkturen und Extrakten, kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Sollte nicht angewendet werden, wenn Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff besteht.

Überdosierungen sind nur bei Salbeiöl bekannt. Wenn Salbeiöl oral eingenommen wurde, das mehr als 15 g Salbeiblätter enthält, kann es zu Hitzegefühl, Herzrasen, Schwindel und epilepsieartigen Zuckungen (Krampfanfällen) führen.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Salbei-Chemotypen mit geringem Thujon-Gehalt sollten bevorzugt werden, da es Berichten zufolge, neurotoxisch wirkt.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Salvia officinalis L., folium des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Schachtelhalmkraut

Lateinischer Name: Equiseti herba
Botanischer Name: Equisetum arvense L.
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete oberirdisch wachsende Teile der Pflanze

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

A) Als Durchspülungsmittel (zum Urinfluss anzuregen) bei leichten Beschwerden im Bereich der Harnwege

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme)

  • Kräutertee: 1-4 g des zerkleinerten Krautes in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss oder als Abkochung (5-15 Minuten), 3-4 Mal täglich
  • Zerkleinertes oder pulverisiertes Kraut: 500-570 mg, 3-mal täglich
  • Frischpflanzenpresssaft (Droge-Extrakt-Verhältnis [DEV]: 1:1,6-2,0): 10-20 ml, 3-mal täglich
  • weitere Anwendungsformen: Flüssigextrakte, Trockenextrakte

Traditionell für einen Zeitraum von 2 bis 4 Wochen angewandt

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern, oder wenn Beschwerden oder Symptome wie Fieber, Blasenschwäche, Krämpfe oder Blut im Urin auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Bei anderen Präparaten als der Teezubereitungen ist auf eine angemessene Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Sollte nicht bei Krankheiten angewendet werden, bei denen eine reduzierte Flüssigkeitszufuhr empfohlen wird (z. B. schwere Herz- oder Nieren Erkrankungen)

B) Zur Behandlung von oberflächlichen Wunden

Bewertung: 3 von 5.

auf der Haut aufgetragen/äußere Anwendung (Kutane Anwendung)

  • 10 g des zerkleinerten Krautes in 1 l Wasser als Abkochung als getränkte Kompresse und Spülung; ein- bis mehrmals täglich
  • 40 ml Frischpflanzenpresssaft (DEV 1:1,6-2,0) in 500 ml Wasser als getränkte Kompresse und Spülung; ein- bis mehrmals täglich

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern, sich verschlimmern oder wenn Anzeichen einer Hautinfektion beobachtet werden, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.
Produkte, die Schachtelhalmkraut enthalten, sollten nicht bei stillenden Frauen an der Brust angewendet werden.

Bei Tinkturen und Extrakten, kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Sollte nicht angewendet werden, wenn Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff besteht.

Bei der oralen Einnahme wurden leichte Magen-Darm-Beschwerden als Nebenwirkungen berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
Sowohl bei der oralen als auch bei der kutanen Anwendung wurde als Nebenwirkungen allergische Reaktionen (z. B. Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht) berichtet worden. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Equisetum arvense L., herba des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Primel / Schlüsselblume

Botanischer Name: Primula veris L.; Primula elatior (L.) Hill

Deutscher Name: Primelwurzel
Lateinischer Name: Primulae radix
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete, unterirdische Teile der Pflanze

Deutscher Name: Schlüsselblumenblüten
Lateinischer Name: Primulae flos
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Blüten

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Primelwurzel als Schleimlöser bei Husten im Zusammenhang mit Erkältungen

Bewertung: 4 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme) bei Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren

  • Kräutertee: 0,2 – 0,5 g der zerkleinerten Wurzel in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss; 3-mal täglich
  • Tinktur (Verhältnisse 1:5; Extraktionslösungsmittel Ethanol 70% vol.): 0,5 – 1 g, 3-mal täglich
  • weitere Anwendungsformen: Trockenextrakte, Flüssigextrakte, Dickextrakte

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.


Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme) bei Kindern ab 4 Jahre

  • Tinktur (Verhältnisse 1:5; Extraktionslösungsmittel Ethanol 70% vol.): 4-12 Jahre: 0,3 – 0,5 ml, 3-mal täglich
  • weitere Anwendungsformen: Flüssigextrakt, Dickextrakt

Die Anwendung bei Kindern unter 4 Jahren wird nicht empfohlen, da ein ärztlicher Rat eingeholt werden sollte.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, oder beim Auftreten von Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Schlüsselblumenblüten als Schleimlöser bei Husten im Zusammenhang mit Erkältungen

Bewertung: 3.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme) bei Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren

  • Kräutertee: 1 g der zerkleinerten pflanzlichen Substanz in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss; 3 Mal täglich
  • weitere Anwendungsform: Flüssigextrakt

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern, oder beim Auftreten von Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Gastritis oder Magengeschwüren.

Bei Tinkturen und Extrakten, kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Sollte nicht angewendet werden, wenn Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff oder gegen andere Primula-Arten besteht.

Bei der Einnahme von Schlüsselblumenblüten Präparaten können allergische Reaktionen auftreten. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Eine Überdosierung der Primelwurzel und der Schlüsselblumenblüten Präparate kann zu Magenbeschwerden, Erbrechen oder Durchfall führen.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Primula veris L. und/oder Primula elatior (L.) Hill, radix und Primula veris L. and/or Primula elatior (L.) Hill, flos des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)

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Spitzwegerichblätter

Lateinischer Name: Plantaginis lanceolatae folium
Botanischer Name: Plantago lanceolata L.
Verwendeter Pflanzenteil: getrocknete Blätter

Traditionelle Anwendungen

ausschließlich auf der Grundlage langjähriger Verwendung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel

Schleimlöser für die Behandlung von Reizungen im Mund- und Rachenraum und damit verbundenem trockenen Husten

Bewertung: 4.5 von 5.

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme) für Jugendliche, Erwachsene, Senioren

  • Kräutertee: 2 g der zerkleinerten Blätte in 150 ml kochendem Wasser als Aufguss, 2-3 Mal täglich
  • Pulverisierte Blätter: 2g, 2-3 Mal täglich
  • Frischpflanzenpresssaft(DEV: 1:0.5-0.9): 10ml; 3-mal täglich
  • Sirup (formal ein Flüssigextrakt: DEV: 1:11: Extraktionslösungsmittel: Wasser): 15ml; 3-4 Mal täglich
  • weitere Anwendungsformen: Trockenextrakte, Flüssigextrakte, Dickextrakt

Zum Schlucken, Trinken (Orale Einnahme) für Kinder

  • Frischpflanzenpresssaft(DEV: 1:0.5-0.9): 4-11 Jahre: 5ml; 2-mal täglich
  • Sirup (formal ein Flüssigextrakt: DEV: 1:11: Extraktionslösungsmittel: Wasser): 3-11 Jahre: 5ml; 3-4 Mal täglich
  • weitere Anwendungsformen: Trockenextrakte, Flüssigextrakte, Dickextrakt

An der Mundschleimhaut (Oromukosale Anwendung) ab 18 Jahre

  • Als Film- oder Lutschtablette (aus pulverisierten Blättern oder Trockenextrakt): 160-190 mg; Höchstdosis: 1280 mg/Tag

Wenn die Symptome während der Anwendung länger als 1 Woche andauern oder sich verschlimmern oder während der Anwendung Atemnot, Fieber oder eitriger Auswurf auftreten, sollte ein Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultiert werden.

Vorsichtshinweis

Die orale Anwendung bei Kindern unter 3 Jahren wird nicht empfohlen, da Bedenken bestehen, die ärztliche Beratung erfordern und da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Die oromukosale Anwendung bei Kindern und Jugendlich unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen

Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen und so die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nachgewiesen ist.

Bei Extrakten kann Alkohol (Ethanol) enthalten sein.

Sollte nicht angewendet werden, wenn Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff besteht.

Beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen sollte ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultiert werden.

Quellennachweis

European Union herbal monograph über Plantago lanceolata L., folium des Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der European Medicines Agency (EMA)